Ronsberg/Obergünzburg

Gegen Gier, Egoismus und Hass

Neujahrsempfang

Neujahrsempfang

Bild: Dieter Becker

Neujahrsempfang

Bild: Dieter Becker

Traditionsgemäß begrüßten die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft Ronsberg-Ebersbach-Willofs das neue Jahr mit einem besonders feierlichen Gottesdienst in der Ronsberger Kirche Mariä-Himmelfahrt. Die Messe zelebrierte Pfarrer Karl Barton, musikalisch gestalteten sie die Kirchenchöre der drei Pfarrgemeinden unter Leitung von Christian Röhrl und Peter Bauschmid an der Orgel. An den Gottesdienst schloss sich ein Standkonzert vor der Kirche an, das die Musikkapelle Willofs mit Dirigent Robert Bräckle gab, und der Pfarrgemeinderat spendierte zum Empfang des neuen Jahres Sekt und Glühwein. Die Kirchbesucher prosteten sich zu und tauschten Glückwünsche für 2020 aus.

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Von db
03.01.2020 | Stand: 16:14 Uhr

In seiner Predigt hatte der Priester zuvor darauf hingewiesen, dass Deutschland zwar freudig die Wiedervereinigung erleben durfte, aber leider in aller Welt andere Streitigkeiten und kriegerische Konflikte ausgebrochen sind, sei es aus wirtschaftlichen oder aus politischen Gründen. So bedeute der Brexit etwa eine Spaltung der britischen Gesellschaft, sagte Pfarrer Barton.

Die schrecklichen Kriege in Nahost, in Südamerika und Afrika brächten viel Leid und Tod. Aber es gäbe auch andere Konflikte, die durch Machtstreben und Rechthaberei einzelner Staatsführer entstünden. Bei Auseinandersetzungen in der Gesellschaft spielten Gier, Egoismus und Hass eine große Rolle.

Doch der Mensch solle bedenken, Gott ist da, die Gemeinschaft mit ihm sei ein Weg zur Heiligkeit. „Es kann nicht alles perfekt sein, aber wir haben die Erlösung Gottes immer wieder nötig“, mahnte Pfarrer Barton. Dazu gehöre auch, bei unterschiedlichen Auffassungen einen gangbaren Kompromiss zu finden.

Jeder Einzelne könne in seinem Leben immer wieder bewusst Gutes tun, damit nicht der wirtschaftliche Profit über dem Einzelschicksal stehe, sondern die christliche Gemeinschaft von Gott und den Menschen. „Dazu brauchen wir Gottes Hilfe, die wir im Gebet finden“, sagte der Geistliche. Weiter sollte der Umgang mit der Umwelt bedacht werden, denn die Erde sei nicht des Menschen Besitz, sondern der Umgang mit ihr müsse einmal vor Gott verantwortet werden.

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