Bildung

Gemeinderat von Aitrang will Volkshochschule nicht mehr als jetzt zahlen

Die Volkshochschulen im mittleren Ostallgäu wollen sich zusammenschließen. Dazu wünschen sie weiterhin die finanzielle Förderung der Gemeinden und möglichst auch die Beteiligung an einer gemeinnützigen GmbH. Den Weg wollen aber nicht alle Kommunen mitgehen.

Die Volkshochschulen im mittleren Ostallgäu wollen sich zusammenschließen. Dazu wünschen sie weiterhin die finanzielle Förderung der Gemeinden und möglichst auch die Beteiligung an einer gemeinnützigen GmbH. Den Weg wollen aber nicht alle Kommunen mitgehen.

Bild: Mathias Wild (Symbolbild)

Die Volkshochschulen im mittleren Ostallgäu wollen sich zusammenschließen. Dazu wünschen sie weiterhin die finanzielle Förderung der Gemeinden und möglichst auch die Beteiligung an einer gemeinnützigen GmbH. Den Weg wollen aber nicht alle Kommunen mitgehen.

Bild: Mathias Wild (Symbolbild)

Zuschuss soll auch nach dem Zusammenschluss zur VHS Ostallgäu-Mitte bei 4100 Euro liegen. Welche Pläne vorliegen und was das Gremium von einer Beteilgung an der Gesellschaft hält.

06.08.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Die Volkshochschule Ostallgäu-Mitte steht in der Gründungsphase. Es soll eine gemeinnützige GmbH entstehen. Wie bereits vor dem Zusammenschluss ist sie auf die Beteiligung und finanzielle Unterstützung der Kommunen angewiesen. Auch der Gemeinderat von Aitrang befasste sich mit dem Thema. Das Gremium entschied sich für eine Deckelung des jährlichen Zuschusses für die Erwachsenenbildung auf 4100 Euro, will sich jedoch an einer eGmbH nicht beteiligen.

Entsprechend der Bayerischen Gemeindeordnung sei das Thema Erwachsenenbildung eine Aufgabe des eigenen Wirkungskreises der Gemeinden, trug Bürgermeister Michael Hailand eingangs vor. Aitrang befinde sich im Gebiet der VHS Biessenhofen. Für die Erfüllung dieser Aufgaben habe Aitrang im Jahr 2018 die VHS Biessenhofen erstmals finanziell unterstützt. 2019 hätten 339 Bürger der Gemeinde Aitrang deren Veranstaltungen besucht.

Herausforderungen meistern

Um die zukünftigen Herausforderungen im Bereich Erwachsenenbildung zu meistern, sollen nun größere VHS-Einheiten entstehen. Damit sollen eine stärkere Professionalität erreicht werden und mehr Teilnehmer bei noch höherer Qualität der Veranstaltungen interessiert werden. Deshalb sei der Zusammenschluss der Volkshochschulen Marktoberdorf, Biessenhofen und Obergünzburg zu der VHS Ostallgäu-Mitte als gemeinnützige GmbH vorgesehen. Die Gemeinden im Bereich dieser eGmbH können oder sollten sich daran beteiligen. Der Zuschussbetrag liegt laut der Präsentation bei einer VHS Ostallgäu-Mitte für die Gemeinde Aitrang zwischen 5910 Euro (2,90 Euro pro Einwohner) und 7130 Euro (3,50 Euro/Einwohner). Bislang habe Aitrang – wie heuer im Haushalt vorgesehen – 2300 Euro bezahlt.

Nach eingehender Diskussion hat der Gemeinderat beschlossen, den Zuschuss Aitrangs auf 4100 Euro jährlich zu deckeln. Dies entspricht dem Betrag, der Aitrang für das Jahr 2020 von der VHS Biessenhofen in Rechnung gestellt wurde. Eine Beteiligung an der zu gründenden eGmbH wurde jedoch abgelehnt.