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Häusliche Gewalt

Ein Täter spricht über sein Problem: „Man merkt gar nicht, was man tut“

Zum Themendienst-Gespräch von Corinna Schwanhold vom 12. Juli 2020: Was tun? Etwa jede vierte Frau erlebt in ihrem Leben sexuelle oder körperliche Gewalt. Nachbarn, die das mitbekommen, sollten einschreiten.

„Wie ein Brett vorm Kopf“ sei der Zorn, „man merkt gar nicht, was man tut“, erzählt ein Täter. Gemeinsam mit Andrea Springborn von der Caritas erarbeitet er Strategien, um Konflikte gewaltfrei lösen zu können.

Bild: Christin Klose, dpa

„Wie ein Brett vorm Kopf“ sei der Zorn, „man merkt gar nicht, was man tut“, erzählt ein Täter. Gemeinsam mit Andrea Springborn von der Caritas erarbeitet er Strategien, um Konflikte gewaltfrei lösen zu können.

Bild: Christin Klose, dpa

Der Familienvater bekommt seine Aggressionen alleine nicht in den Griff. Bei der Täterberatung sucht er Hilfe. Das Angebot gibt es noch nicht so lange.
18.03.2021 | Stand: 13:45 Uhr

„Wenn man sauer wird, das ist wie ein Brett vorm Kopf. Das Schlimmste ist, wenn einem danach bewusst wird, was man getan hat.“ Das sagt ein 30-jähriger Allgäuer, der sich zurzeit in der Fachstelle für Täterarbeit bei häuslicher Gewalt beraten lässt. Das Angebot der Caritas gibt es seit rund fünf Monaten. Der Mann spricht sehr offen über das, was passiert ist – er weiß um sein Problem mit Aggressionen. „Ich bin an die Decke gegangen und habe meiner Frau mit der Hand ins Gesicht geschlagen.“

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