App für Wirte und Gäste

Handy erleichtert Besuch in Marktoberdorfer Wirtschaften

Dicke Ordner mit handgeschriebenen Zetteln sollen der Vergangenheit angehören. Marktoberdorf setzt auf die Verfolgung durch die IT-Lösung „Darfichrein“.

Dicke Ordner mit handgeschriebenen Zetteln sollen der Vergangenheit angehören. Marktoberdorf setzt auf die Verfolgung durch die IT-Lösung „Darfichrein“.

Bild: Symbolfoto: Marijan Murat/dpa

Dicke Ordner mit handgeschriebenen Zetteln sollen der Vergangenheit angehören. Marktoberdorf setzt auf die Verfolgung durch die IT-Lösung „Darfichrein“.

Bild: Symbolfoto: Marijan Murat/dpa

Die Stadt Marktoberdorf bietet heimischen Unternehmen digitale Lösung zur Nachverfolgung von Kontakten an. Welche Starthilfe die Kommune den Gastronomen gibt.
04.04.2021 | Stand: 12:11 Uhr

In der Pandemiebekämpfung spielt auch die Kontaktdatenerfassung eine herausragende Rolle. Dabei helfen immer häufiger Applikationen fürs Handy, kurz App genannt, um die Zettelwirtschaft zu beenden, die nach dem ersten Lockdown in vielen Gaststätten angesagt war. Auch Marktoberdorfer Gastronomen können mit Unterstützung der Stadt auf diesen Zug aufsteigen.

Dafür hat, wie berichtet, die Allgäu GmbH zusammen mit dem Tourismusverband Allgäu/Bayerisch Schwaben und mit Vertretern von Kommunen, Landkreisen und der Hotellerie die Darfichrein GmbH ins Spiel gebracht – per Smartphone lassen sich Kontakte so digital erfassen und im Infektionsfall zurückverfolgen. Die Stadt Marktoberdorf beteiligt sich nun mit einer Kommunallizenz daran, die sie Unternehmen zur Verfügung stellt.

Mehr Sicherheit für Wirte in Marktoberdorf

Noch sei nicht sicher, welche Lösung bayernweit angestrebt werde. Doch die Stadt habe beschlossen, zu starten statt zu warten, teilten Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell und Philipp Heidrich (Stadtmarketing, Tourismus, Wirtschaftsförderung) jetzt in einem Schreiben mit. Man habe sich vom Grundsatz her dafür entschieden, auf eine digitale Kontaktdatenerfassung zu setzen und sei sich sicher, dass das System allen Anforderungen genüge: Es biete Sicherheit für Gäste und Kunden. Man wolle in diesem Sinne „eine pragmatische und schnelle Lösung für Marktoberdorf und das gesamte Allgäu vorantreiben“.

Klare Zuordnung von Gast und Tisch

Die IT-Anwendung ermöglicht insbesondere Wirten eine klare Zuordnung der Gäste in unterschiedlichen Räumen und sogar pro Tisch. Sie ist seit einem Jahr im Einsatz und habe sich in der Praxis bewährt. Eine Kommunikation mit den Gesundheitsämtern sei auch möglich. Diese können über das System eine Anfrage stellen, zum Beispiel alle Restaurantbesucher am 15. Mai 2021 von 18 Uhr bis 22 Uhr abfragen. Diese Anfrage kann dann durch einen Klick freigegeben werden und würde die Kommunikation sehr vereinfachen.

Stadt Marktoberdorf hilft der Gastronomie

Die Stadt ruft alle Interessierten Betriebe dazu auf, sich im Rathaus zur Registrierung zu melden. Marktoberdorf steigt mit einer Kommunallizenz in den Rahmenvertrag der Allgäu GmbH ein. Die Stadt will damit den Marktoberdorfer Unternehmen eine maximale Sicherheit in Bezug auf den Datenschutz und die Technik bieten. Kosten pro Monat: drei Euro plus Mehrwertsteuer. Um den örtlichen Gastronomen den Einstieg zu erleichtern und ihnen in dieser Zeit keine Mehrkosten aufzubürden, übernimmt die Stadt laut Pressemitteilung bis Ende dieses Jahres die Gebühren. Die Freischaltung des Systems könnte bereits am 7. April erfolgen. Ein späterer Einstieg ist immer noch möglich.

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Federführend bei der Umsetzung für die Kontaktdatenverfolgung ist Füssen Tourismus und Marketing. Um zeitnah freigeschaltet zu werden, sollten sich Unternehmen außerhalb Marktoberdorfs schnell melden und die entsprechenden Anträge ausfüllen. Wichtig sei, dass jedes Unternehmen selbstverständlich auch auf andere Systeme zurückgreifen könne, heißt es in dem Schreiben.