Jagdvereinigung

"Herbstzeit ist Jagdzeit": Warum Jäger in Marktoberdorf nun besonders viel zu tun haben

Ein Jäger steht mit seinen Hunden auf einem Feld. Im Herbst haben die Jäger im Allgäu besonders viel zu tun.

Ein Jäger steht mit seinen Hunden auf einem Feld. Im Herbst haben die Jäger im Allgäu besonders viel zu tun.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Ein Jäger steht mit seinen Hunden auf einem Feld. Im Herbst haben die Jäger im Allgäu besonders viel zu tun.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Die Jägervereinigung Marktoberdorf ist zur Herbstzeit besonders aktiv. Unter anderem halten Wildschweine die Jägerinnen und Jäger auf Trab.
04.11.2021 | Stand: 12:33 Uhr

„Herbstzeit ist Jagdzeit“, sagt Dr. Stephan Bea, Vorsitzender der Jägervereinigung Marktoberdorf. Zu Beginn der Herbstzeit sind die Jägerinnen und Jäger besonders viel in ihren Revieren unterwegs, um ihre Abschusspläne für Reh- und Rotwild zu erfüllen. Denn jetzt, wo die Tage noch einigermaßen lang, sind die Chancen auf Erfolg gut. Später im Jahr wird dies dann schwieriger und die Jagd sollte in der Winterzeit dann auch ruhen.

„Unser Antrieb ist die Freude an der Natur und die Passion für die Jagd. Wir tun unsere Arbeit in den Revieren gerne und gestalten die Wildlebensräume“, sagt Vorsitzender Bea. Selbstverständlich sei für die Jäger die gute Zusammenarbeit mit ihren Jagdgenossenschaften und dem Forst. Sie sähen sich dabei aber nicht als Erfüllungsgehilfen, sondern als Partner auf Augenhöhe.

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Bild: Jägervereinigung

Jäger im Raum Marktoberdorf arbeiten zusammen

Auch beim Thema Schwarzwild ist Zusammenarbeit gefragt: Wildschweine sind den Revieren der Jäger der Jägervereinigung Marktoberdorf auf dem Vormarsch. Aktuell vermutlich deshalb, weil die Maisfelder abgeerntet sind und das Wild nach neuen Futtermöglichkeiten sucht. Die Bejagung ist jedoch schwierig. Wenn eine Rotte, also ein Rudel Wildschweine, durch ein Revier zieht, bedeutet das nicht, dass sie in der nächsten Nacht genau dort wieder auftaucht. Viele Jäger sind daher über WhatsApp miteinander verbunden und informieren sich gegenseitig.

Bea weist auch darauf hin, dass im Herbst traditionell mehr Wild gegessen wird. Wildfleisch sei schmackhaft und mager. In der Regel kenne man „seinen“ Jäger vor Ort und kaufe direkt bei ihm. Wer keinen Jäger kenne, könne über die „Waldfleisch-App“ Angebote in der Region finden.

Das ist die Jagdvereinigung Marktoberdorf

Die Jägervereinigung Marktoberdorf hat über 200 Mitglieder. Sie unterstützt die Jäger vor Ort in den Hegeringen. Sie bietet unter anderem Ausbildungskurse für Jagdhunde an und unterstützt revierlose Jäger bei der Suche nach einem Jagdrevier. Mit Hilfe des vereinseigenen Wildmobils und den Tierpräparaten lernen die Kinder aus den Kindergärten und Schulen viel über das heimische Wild, direkt aus erster Hand von den Jägern. Jagd ist laut Bea aber auch gelebte Kultur. Die Jägervereinigung Marktoberdorf ist eine Kreisgruppe des Bayerischen Jagdverbands (BJV). Deren neu gewählter Präsident Ernst Weidenbusch wird sich bei der Hege- und Naturschutzschau am 5. März 2022 den Jägern im Modeon vorstellen und einen Festvortrag halten.

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