Gemeinderat Ruderatshofen

Im Weitfeld in Ruderatshofen sollen bald neue Häuser stehen

Im Weitfeld in Ruderatshofen sollen bald neue Häuser stehen. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Im Weitfeld in Ruderatshofen sollen bald neue Häuser stehen. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Bild: Matthias Balk, dpa (Symbolbild)

Im Weitfeld in Ruderatshofen sollen bald neue Häuser stehen. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

Bild: Matthias Balk, dpa (Symbolbild)

Gemeinderat stimmt der Änderung des Bebauungsplans zu. Und es gibt Diskussionen wie viel Geld für die Außenanlagen der erweiterten Kita zur Verfügung steht.
21.05.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Sofern nicht die Gebeine von 2000 Jahre alten Römern auftauchen, können im Gebiet des Bebauungsplans Im Weitfeld demnächst Wohnhäuser entstehen. Zunächst muss der Planentwurf in seine nächste, verkürzte öffentliche Auslegung gehen.

Die Entwurfsplanung des Umweltplaners Benjamin Buck vom Büro Sieber – einem Mitglied der Kling Consult Gruppe aus Krumbach – entstand bereits am 23. Februar. Nun musste wegen geänderter Höhen der Gebäude eine erste Änderung durchgeführt werden. Dazu gingen die Stellungnahmen öffentlicher Träger ein, worüber beraten, abgewogen und vom Gemeinderat entschieden werden musste.

Bauplätze in Ruderatshofen: Naturschutzbehörde weist auf den Artenschutz hin

33 öffentliche Institutionen seien laut Buck angeschrieben worden. Neun davon haben mit Anregungen geantwortet. Die Stellungnahmen seien insgesamt unkritisch gewesen, da die Unterlagen bereits alle vorgelegen hätten. Ein Satzungsbeschluss habe noch nicht erfolgen können, da zwei Gebäude andere Höhen erhalten sollen. Diese zwei Gebäude liegen entlang der vorbeiführenden Kreisstraße OAL 5, die in Richtung Ebenhofen geht. Um sich der Höhenlage der Straße anzugleichen, wird eines der Gebäude 40 Zentimeter, das andere zehn Zentimeter höher herauskommen, als die bisherige Planung des Biessenhofener Büros Mühlegg & Weiskopf dies vorgesehen hat.

Wegen dieser Umplanung sah Bürgermeister Johann Stich es als notwendig an, diese Änderung mit nochmaliger öffentlicher Beteiligung durchzuführen. Die Untere Bauaufsichtsbehörde beim Ostallgäuer Landratsamt bat zu prüfen, ob bei den vorgesehenen Gebäudehöhen das Landschaftsbild berücksichtigt werde. Das sah das Ratsgremium als gegeben an.

Die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis wies auf Maßnahmen zum Artenschutz hin, diese werden als Hinweise in die Planung integriert, wie Planer Buck bekräftigte. Die Tiefbauabteilung des Landratsamtes stellte die geänderte Berechnung der Sichtdreiecke dar, die auf der Kreisstraße gelten sollen. Die Untere Bodenschutzbehördeerwartet keine Altlasten in den Baugründen. Außerdem soll die Bodenversiegelung möglichst geringgehalten und Oberflächenwasser laut Kemptener Wasserwirtschaftsamt komplett auf den jeweiligen Bauplätzen versickert werden. Zu achten sei allerdings, ob bei dem Bodendenkmal „Grabhügel vorgeschichtlicher Zeitstellung“ eventuell alte Bestattungsdetails oder Römerfunde bei den Baumaßnahmen zutage treten, was laut Gemeindechef nicht ganz auszuschließen ist.

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Der Beschluss, diese Änderung des Bebauungsplans auf den Weg zu bringen, erfolgte einstimmig. Nun wird laut Buck die Änderung nochmals ausgelegt. Vor dem endgültigen Satzungsbeschluss allerdings, so erinnerte der Gemeindechef, müsse ein Erschließungsvertrag notariell vorliegen.

Erweiterung der Kita "Regenbogen" in Ruderatshofen: Rat beschließt Gesamtsumme von 160 000 Euro

Im vorigen Juli hatte sich der Ruderatshofener Gemeinderat Informationen eingeholt, wie die Gartenplanung der erweiterten Kindertagesstätte „Regenbogen“ gestaltet werden könnte. Bei der Grundstücksgröße von 2500 Quadratmetern kalkulierte die Landschaftsarchitektin mit Kosten von 250000 bis 300000 Euro, den Parkplatz noch nicht eingerechnet.

Wegen fehlender Mittel hatte sich die Gemeinde eine andere Lösung überlegt. Man wollte die Kosten auf 100000 Euro deckeln. Bis zu dieser Grenze kann eine Kommune seit vorigem Jahr als Erleichterung in Corona-Zeiten den Auftrag vergeben, ohne ihn umfangreich ausschreiben. Zusätzlich erstellte Ruderatshofen eine Prioritätenliste, auf der der Parkplatz ganz oben stand. Als man vor einigen Wochen die bisherigen Kosten aufsummiert hatte, kam der Betrag von 140000 Euro heraus.

Bei den Mehrkosten seien allerdings etliche Arbeiten dabei gewesen, die ohnehin angefallen wären – dann eben später und mit mehr Aufwand. Das befand auch das Ratsgremium für sinnvoll und daher vertretbar. Bürgermeister Stich bat aber um weitere 20000 Euro, damit restliche Arbeiten ausgeführt werden können. Somit beschloss der Rat die Gesamtsumme von 160000 Euro und blieb damit deutlich unter den kalkulierten Aufwendungen, die die Landschaftsplanerin geschätzt hatte. Die Ausstattung mit Spielgeräten stehe erst 2022 an, so Stich.

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