In Biessenhofen steigen die Gebühren für Krippe und Kindergarten


Die Betreuung von Kindern in der Gemeinde Biessenhofen in den Kindergärten in Biessenhofen und  Ebenhofen (Bild), in der Kinderkrippe Riesenmax in Altdorf und in der Mittagsbetreuung der Grundschule wird zum Herbst erheblich teurer. Trotzdem ist ein anzustrebender Kostendeckungsgrad von mindestens 50 Prozent nicht erreicht und die Gemeinde trägt den Mehranteil der Kosten.

Die Betreuung von Kindern in der Gemeinde Biessenhofen in den Kindergärten in Biessenhofen und Ebenhofen (Foto), in der Kinderkrippe Riesenmax in Altdorf und in der Mittagsbetreuung der Grundschule wird zum Herbst erheblich teurer. Wieso die Kommune dennoch weiterhin den Löwenanteil der Kosten trägt.

Bild: Irmgard Schnieringer

Die Betreuung von Kindern in der Gemeinde Biessenhofen in den Kindergärten in Biessenhofen und Ebenhofen (Foto), in der Kinderkrippe Riesenmax in Altdorf und in der Mittagsbetreuung der Grundschule wird zum Herbst erheblich teurer. Wieso die Kommune dennoch weiterhin den Löwenanteil der Kosten trägt.

Bild: Irmgard Schnieringer

Für die Eltern werden die Kitas in der Gemeinde Biessenhofen teurer. Warum die Kommune trotzdem den Löwenanteil bezahlt.

Von Irmgard Schnieringer
27.06.2020 | Stand: 06:15 Uhr

Die Gebühren für die Kinderbetreuung in Kindergarten, Krippe und Grundschule in der Gemeinde Biessenhofen werden erheblich steigen. Begründet wird dies mit einer niedrigen Kostendeckung. Sie liegt bei derzeit 41 Prozent, sollte nach dem Willen der Kommune aber 50 Prozent betragen.

Deckungsgrad derzeit nur bei 41 Prozent

Der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft, Florian Budschied, stellte die verschiedenen möglichen Erhöhungsmodelle der Gebühren für Kindergarten, Krippe und Mittagsbetreuung in der Grundschule vor. Wünschenswert sei, dass bei Kindergarten und Krippe der Zuschuss des Freistaates zusammen mit den Elterngebühren 50 Prozent der Ausgaben deckt. Zurzeit liegt der Kostendeckungsgrad bei nur 41 Prozent. Die Gebühren bei der Mittagsbetreuung in der Grundschule seien zuletzt im Jahr 2013 erhöht worden und müssten ebenfalls angepasst werden, sagte er.

Was die Elternbeiräte kritisieren

In einem Gespräch mit den Elternbeiräten lobten diese das qualifizierte Personal und die Einrichtungen und hatten Verständnis für eine Erhöhung. Lediglich monierten sie die sprunghafte Erhöhung sowie das Bekanntwerden der Verteuerung nach der bereits stattgefundenen Buchung fürs kommende Betreuungsjahr. Dies sei aber weitestgehend dem Kontaktverbot aus der Coronakrise geschuldet, informierte Bürgermeister Wolfgang Eurisch.

Der Gemeinderat lehnte eine stufenweise Erhöhung ab. Er beschloss neue Gebührensätze zum September. Der Kostendeckungsgrad liegt dabei dann im Kindergarten bei 46,7 und bei der Krippe bei 43,2 Prozent. Vier bis fünf tägliche Buchungsstunden im Kindergarten kosten künftig zum Beispiel 130 Euro im Monat. Davon gehen aber noch die 100 Euro Elternzuschuss des Freistaates Bayern für Kinder ab drei Jahren weg. Für die Krippe kosten beispielsweise vier bis fünf Stunden täglich künftig 185 Euro, bei der Mittagsbetreuung neun bis zehn Stunden wöchentlich 85 Euro.