Natur entdecken im Günztal

Viel mehr als Moor und seltene Tiere: Infotafeln im Günztal erklären Natur(schutz)

Ronsbergs Bürgermeister Michael Sturm, sein Obergünzburger Amtskollege Lars Leveringhaus und Peter Guggenberger-Waibel (von links) freuen sich über die neu geschaffenen Natur-Info-Punkte als interessante Anlaufstellen im Günztal.

Ronsbergs Bürgermeister Michael Sturm, sein Obergünzburger Amtskollege Lars Leveringhaus und Peter Guggenberger-Waibel (von links) freuen sich über die neu geschaffenen Natur-Info-Punkte als interessante Anlaufstellen im Günztal.

Bild: Stiftung Kulturlandschaft Günztal

Ronsbergs Bürgermeister Michael Sturm, sein Obergünzburger Amtskollege Lars Leveringhaus und Peter Guggenberger-Waibel (von links) freuen sich über die neu geschaffenen Natur-Info-Punkte als interessante Anlaufstellen im Günztal.

Bild: Stiftung Kulturlandschaft Günztal

Natur und Umweltschutz erklären die neuen Infotafeln, die im Günztal zu finden sind. Wer die Schilder finanzierte und wo sie zu finden sind.
12.04.2021 | Stand: 04:30 Uhr

Um über die Besonderheiten der Natur und die Naturschutzarbeit im Günztal zu informieren, hat die Stiftung Kulturlandschaft Günztal in Zusammenarbeit mit mehreren Günztal-Gemeinden Informationsstationen aufgestellt. Sie stehen an den Hauptzugängen der jeweiligen Biotopverbund-Kerngebiete und dienen, neben ihrem informativen Nutzen, auch der Besucherlenkung.

Was Teufelsküche und Hundsmoor besonders macht

Der Frühling lockt mit warmen Sonnenstrahlen, überall blühen bunte Boten prallen Lebens: höchste Zeit, nach einem langen Winter voller Entbehrungen wieder aufzutanken. Zum Beispiel bei einem Besuch im Günztal. Denn dort gebe es Neues zu entdecken, werben die Initiatoren. Viele kennen bereits die besonderen Schätze wie die Teufelsküche, das Hundsmoor oder die Gegend rund um Kettershausen. Doch wie stehe es um das Wissen zu dieser einmaligen Natur? Was macht sie so attraktiv? Die Antwort: „Weil die Einzigartigkeit diese Orte und ihre Bedeutung für unser Ökosystem erkannt wurde und seitdem geschützt wird.“ (Lesen Sie auch: Wie das Pflegeprogramm für ein "Juwel der Artenvielfalt" aussieht)

Biotopverbund Günztal will heimische Tier- und Pflanzenarten schützen

Im Lauf der Jahre ist entlang der Günz ein Verbund naturnaher Flächen, der Biotopverbund Günztal, entstanden. Seine Aufgabe ist es, die besonderen heimischen Tier- und Pflanzenarten im Günztal zu schützen, ihnen ihren natürlichen Lebensraum und die Möglichkeit der Verbreitung darüber hinaus zu geben. Die Flächen des Biotopver-bundes zeichnen sich dadurch aus, dass sie gar nicht oder ausschließlich extensiv bewirtschaftet werden. Und das spürten nicht nur Grashüpfer, Tagfalter, Biber, Reiher oder Hasen, sondern auch der Mensch, wenn er sich entlang dieser Naturräume bewegt. (Lesen Sie auch: Nun also doch: Warum Untrasried in der Öko-Modellregion bleibt)

15 Infotafeln im Günztal verteilt

Ganz genau schaut vor allem die Stiftung Kulturlandschaft Günztal, welche sich seit über 20 Jahren für den Biotopverbund Günztal stark macht. Dieses Engagement und das damit verbundene Wissen, so fanden der Lions Club Müßiggengel aus Kempten und die Bürgermeister der Kerngebiete, muss man sichtbar machen – in Form von Tafeln. „Die Idee dazu ist schon seit vielen Jahren in unseren Köpfen, doch lange Zeit fehlten einfach die nötigen Mittel“, sagte Peter Guggenberger-Waibel, Projektleiter der Stiftung Kulturlandschaft Günztal und Kopf des Vorhabens. Als dann der Lions Club Müßiggengel Kempten eine finanzielle Unterstützung zusagte, fiel der Startschuss für das Wunschprojekt. Weitere Förderin des Projektes ist die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Nun stehen 15 Stationen in fünf Kerngebieten: an der Östlichen Günz bei Ronsberg, Obergünzburg und Markt Rettenbach, an der Westlichen Günz nördlich von Ottobeuren und am Hundsmoor und an der Mittleren Günz bei Kettershausen. (Lesen Sie auch: Das Erste von Hundert: Ronsberg hat jetzt ein Insektenbiotop)

Zwei Tafeln pro Station

Jede Station besteht aus zwei Tafeln. Die kleinere Tafel gibt einen Überblick über das gesamte Günztal und zeigt somit auch den Wirkungskreis der Stiftung Kulturlandschaft Günztal auf. Die größere Tafel geht auf die Besonderheiten des jeweiligen Naturraumes vor Ort ein. „Hier wird erklärt, was man sieht und spürt“, berichtet Michael Sturm, Bürgermeister von Ronsberg und engagierter Naturbewahrer. „Mit geballtem Fachwissen erstellte die Stiftung Kulturlandschaft Günztal informative und vor allem verständliche und anschauliche Info-Stationen“, lautete das freudige Urteil von Lars Leveringhaus, dem Bürgermeister von Obergünzburg, über das Ergebnis.

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Auch Peter Guggenberger-Waibel ist zufrieden mit dem Ergebnis. Er hofft, mit dem Projekt noch mehr Menschen zu erreichen, zu informieren und im besten Fall für den Naturschutz zu begeistern.

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