Ronsberg/Barcelona

Jede Anstrengung wert

Triathlon Nun ist auch der Ronsberger Florian Schwarz ein Ironman
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15.10.2019 | Stand: 15:55 Uhr

Von Ronsberg nach Barcelona: Um sich zum Ironman krönen zu lassen – und das auch noch in interessanter Umgebung –, war Florian Schwarz vom Radsportclub Allgäu keine Anstrengung zu groß. Gemeinsam mit rund 3400 Athleten ging er an den Start.

Die erste Disziplin, das Schwimmen über 3,8 Kilometer, verlief für ihn sehr gut. Das Meer war leicht wellig, aber der Allgäuer kam damit gut zurecht. Mit einer Zeit von 1:04:53 Stunden, was einem Tempo von 1:42 Minuten auf 100 Meter entspricht, war er sehr zufrieden.

Auch das Radfahren auf der welligen, 180 Kilometer langen Strecke hat bei ihm gut geklappt. Mit einer Zeit von 5:01:07 Stunden – davon noch fünf Minuten im Strafzelt – hatte er einen Schnitt von 36 Stundenkilometer erreicht. Verpflegt hatte er sich komplett flüssig und mit Gel. Dies hatte er im Training schon ausprobiert und herausgefunden, dass er etwa 70 Gramm Kohlenhydrate pro Radstunde braucht.

Was ihn ärgert, war die aufgebrummte Strafzeit. Denn Fahren im Windschatten ist verboten. Doch „bei den vielen Teilnehmern war es komplett unmöglich, nicht im Windschatten zu fahren“, sagt Schwarz. Die Kontrollen waren sehr streng und gruppenweise mussten die Fahrer in die Penaltybox. Dort wurde sich dann in jeder erdenklichen Sprache darüber aufgeregt und geflucht.

Der abschließende Marathon war dann für den Allgäuer wegen Problemen im Knie eine größere Herausforderung. Die waren erst drei Wochen vor dem Ironman aufgetreten. Sie zwangen ihn, das Training anzupassen und das Knie mit Bandagen zu schonen. Zur Vorbereitung konnte er nur einmal sieben Kilometer laufen. Deshalb hat er sich dann für einen langsameren Marathon entschieden, damit er einfach nur irgendwie ins Ziel kommt.

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Das hatte er nach 10:52:10 Stunden erreicht und den legendären Spruch gehört: „You are an Ironman!“ Insgesamt war Schwarz sehr zufrieden. Dass er dies geschafft hat, verdankte er besonders seinem zehnköpfigen Team aus Familie, Verwandten und Freunden, die ihn und alle anderen Starter angefeuert und motiviert haben. Für den Ronsberger war es „eine tolle Erfahrung, nicht nur körperlich, sondern auch mental an seine Grenzen zu gelangen“.

In der Vorbereitung hatte ihn Jürgen Hanshans mit Trainingsplänen und vielen Tipps unterstützt. „Ohne diese Unterstützung wäre ich nie so weit gekommen.“ Damit hat der RC Allgäu nun 13 Mitglieder, die bei einem Ironman ins Ziel kamen.

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