Zwischen Engratsried und Oberthingau

Kreisstraße bei Marktoberdorf ist erneut für Verkehr gesperrt

Zwischen Engratsried und Oberthingau wird der Straßenausbau fortgesetzt. Deshalb ist die Straße derzeit komplett gesperrt. Die Umleitung erfolgt großräumig.

Zwischen Engratsried und Oberthingau wird der Straßenausbau fortgesetzt. Deshalb ist die Straße derzeit komplett gesperrt. Die Umleitung erfolgt großräumig.

Bild: Heinz Budjarek

Zwischen Engratsried und Oberthingau wird der Straßenausbau fortgesetzt. Deshalb ist die Straße derzeit komplett gesperrt. Die Umleitung erfolgt großräumig.

Bild: Heinz Budjarek

Die Bauarbeiten zwischen Engratsried und Oberthingau gehen weiter. Was gemacht wird, warum es keinen Radweg gibt und wann die Autos wieder durchfahren dürfen.
08.03.2021 | Stand: 12:58 Uhr

Kein Durchkommen ist derzeit auf der Kreisstraße OAL 7 zwischen Engratsried und Oberthingau. Bis voraussichtlich Juli ist sie komplett für den Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Unterthingau und Geisenried.

Kreisstraße bei Marktoberdorf war in marodem Zustand

Die Straße war bisher in einem verbrauchten Zustand. Die Bankette waren marode, der Fahrbahnbelag ebenso. Außerdem war die Straße eng, kurvenreich und damit gefährlich. Auf einer Länge von zweieinhalb Kilometern wird der Straßenverlauf entschärft und die Fahrbahn auf sieben Meter verbreitert. Zeitgleich wird das Kabelnetz beispielsweise für Strom und Telekommunikation auf den aktuellen Ausbaustandard erweitert. Im September hatten die Ausbauarbeiten begonnen und waren während des Winters unterbrochen worden. Nun aber geht es weiter.

Kritik an fehlendem Radweg

Für Kritik sorgte in der Vergangenheit mehrfach, dass entlang der neuen Straße kein Radweg angelegt wird. Das sorgte vor einem halben Jahr auch im Stadtrat für Verwunderung und wurde vom Umweltbeauftragten Christian Vavra (Grüne) bemängelt. Dies sei auf Nachfrage der Marktoberdorferin Clara Knestel (Grüne) Thema in einer der Kreisausschusssitzungen gewesen, sagte Wolfgang Hannig (SPD), denn es handele sich um eine Kreisstraße. Die Antwort damals: Die Anliegergemeinde habe kein Interesse daran. Die Ablehnung wurde damit begründet, dass es einige Meter entlang der Wertach einen gut ausgebauten Wander- und Radweg zwischen Marktoberdorf und Oberthingau gibt.

Anders sieht es mit einem Radweg von Geisenried in Richtung B 472 aus. Dieses letzte Teilstück will der Landkreis in Angriff nehmen, wenn er alle dafür nötigen Grundstücke besitzt. Marktoberdorf stehe hinter diesem Radweg und wolle sich finanziell daran beteiligen, das habe der Stadtrat auch so beschlossen, sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell. Das hänge aber eben davon ab, wie die Grundstücksverhandlungen laufen. Ansonsten stelle sich wirklich die Frage, ob nur ein kurzer Radweg Sinn mache, "wenn davor und dahinter nichts ist".

3,1 Millionen Euro kostet der Ausbau zwischen Engratsried und Oberthingau

Die Projektkosten für diesen vierten Bauabschnitt liegen laut Landratsamt bei etwa 3,1 Millionen Euro. Dazu steuert der Freistaat Bayern 1,3 Millionen Euro zu.

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