Bayernweiter Musikwettbewerb

Landeswettbewerb "Jugend jazzt" in Marktoberdorf trotzt Corona - und begibt sich auf Reisen

Anhand von Videos beurteilt die Jury des Landeswettbewerbs Jugend jazzt die Jazz-Solisten und -Ensembles: Das Foto zeigt die Jurymitglieder (von links) Willi Staud, Claudia Bestler, Anne Czichowsky und Harald Rüschenbaum. Nicht im Bild sind Thomas Zoller und Mathis Nicolaus.

Anhand von Videos beurteilt die Jury des Landeswettbewerbs Jugend jazzt die Jazz-Solisten und -Ensembles: Das Foto zeigt die Jurymitglieder (von links) Willi Staud, Claudia Bestler, Anne Czichowsky und Harald Rüschenbaum. Nicht im Bild sind Thomas Zoller und Mathis Nicolaus.

Bild: Anne Roth

Anhand von Videos beurteilt die Jury des Landeswettbewerbs Jugend jazzt die Jazz-Solisten und -Ensembles: Das Foto zeigt die Jurymitglieder (von links) Willi Staud, Claudia Bestler, Anne Czichowsky und Harald Rüschenbaum. Nicht im Bild sind Thomas Zoller und Mathis Nicolaus.

Bild: Anne Roth

Die Organisatoren von Jugend jazzt reisen zu den Musikern in ganz Bayern. Die Jury wertet in Marktoberdorf Videoaufnahmen aus. Warum Vorspielen so wichtig ist.
18.12.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Die Jury des Landeswettbewerbs "Jugend jazzt Bayern" hat entschieden. Unter dem bewährten Jury-Vorsitz von Harald Rüschenbaum berieten Anne Czichowsky, Mathis Nicolaus, Axel Prasuhn, Johannes Stange und Prof. Thomas Zoller über die diesjährigen Wertungsspiele. Sie waren in der Bayerischen Musikakademie in Marktoberdorf zusammen gekommen.

Die Organisatoren organisierten die Vorspiele in ganz Bayern

18 Solisten und Ensembles aus ganz Bayern stellten sich dem Wettbewerb. Aufgrund der Corona-Pandemie war ein gemeinsames Treffen aller Teilnehmer in Marktoberdorf nicht möglich. Deshalb hatten Willi Staud und Claudia Bestler von der Organisationsleitung des Wettbewerbs kurzerhand Vorspiele in verschiedenen Musikschulen in Weilheim, Regensburg und Neuried organisiert.

Die vor Ort professionell aufgezeichneten Wertungsspiele hörten sich nun die Jurymitglieder gemeinsam an. Im Anschluss an jedes Vorspiel gab es per Videokonferenz ein Wertungsgespräch mit den jungen Musikern und Musikerinnen. „Die Vorspiele waren in hervorragender Qualität aufgezeichnet worden, das war wirklich perfekt“, resümiert Harald Rüschenbaum.

Es geht darum, wo die junge Jazz-Szene steht

Bei den Wertungsgesprächen allerdings vermisste er schon den direkten Kontakt zu den Musikern. „Für uns sind die Wertungsgespräche und die Begegnung das Wichtigste am Wettbewerb. Hier erfahren wir, wo die junge Szene steht und wo wir unterstützen und helfen können.“ Deshalb ist die Hoffnung groß, dass die für Anfang des Jahres 2021 geplanten Begegnungstage mit Workshops und das Jugend-jazzt-Abschlusskonzert mit Bekanntgabe der Ergebnisse und Preise in der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf möglich sein werden.

Trotz der ungewohnten Wettbewerbsbedingungen war sich die Jury einig, dass sich die Durchführung auf jeden Fall gelohnt hat. „Für die Entwicklung eines jeden Musikers sind die Vorbereitung und letztendlich auch das Vorführen eines Wettbewerbsprogramms extrem wichtig.“, erklärt Organisator Willi Staud. Die vielfältigen und spannenden Vorspiele begeisterten die Jury. „Selbst unter diesen Bedingungen haben uns die jungen Jazzer gezeigt, was Spielfreude und Begeisterung ist.“