Bildung für die Jüngsten

Lengenwanger Grundschüler gestalten eigene Videokonferenzen

Selbst Erstklässler sollen in Lengenwang bereits den Umgang mit Tablets lernen. Dafür nahm der Gemeinderat Geld in die Hand.

Selbst Erstklässler sollen in Lengenwang bereits den Umgang mit Tablets lernen. Dafür nahm der Gemeinderat Geld in die Hand.

Bild: Armin Weigel (Symbolfoto)

Selbst Erstklässler sollen in Lengenwang bereits den Umgang mit Tablets lernen. Dafür nahm der Gemeinderat Geld in die Hand.

Bild: Armin Weigel (Symbolfoto)

Rektor will den Schulen in Lengenwang und Seeg ein "digitales Gesicht" geben. Dazu greift der Gemeinderat in die Tasche. Wie die Kinder davon profitieren.
Selbst Erstklässler sollen in Lengenwang bereits den Umgang mit Tablets lernen. Dafür nahm der Gemeinderat Geld in die Hand.
Von Annerose Schmalholz
27.12.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Für zukunftsweisende Technik im Unterricht der Grundschule setzte sich der Rektor der Grundschulen Seeg und Lengenwang, Stefan Galonska, im Lengenwanger Gemeinderat ein. Nach vielen gemeinsamen fachlichen Gesprächen des Lehrerteams mit der stellvertretenden Schulleiterin Monika Greisel will er den Schulen ein neues, ein "digitales Gesicht" geben.

Aufgrund der Corona-Pandemie sollten beide Schulen auf den Distanzunterricht vorbereitet sein und deshalb den Kindern der Lengenwanger Schule iPads einschließlich Eingabestiften und Tastaturen zur Verfügung gestellt werden. Aus drei Angeboten entschied sich der Gemeinderat für das günstigste in Höhe von circa 28.000 Euro. Aus dem Förderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus erhält die Kommune einen Zuschuss von 17.000 Euro.

Passgenaue Angebote für die Kinder

Galonska sprach davon, dass ein kompetentes, neu aufgestelltes und innovatives Lehrerteam in der Grundschule einen zeitgemäßen und kompetenzorientierten Unterricht bieten wolle. Gerade in der Zeit der Pandemie sei das digitale Arbeiten eine gute Stütze für Eltern und Kinder. So durften die Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen im Lockdown vor den Weihnachtsferien in Videokonferenzen und auf Padlets miteinander in Kontakt treten. Mit großer Begeisterung stellte Galonska fest, wie bereits Kinder aus den ersten und zweiten Jahrgangsstufen von den Videokonferenzen profitierten.

Statt eines festen Computerraums mit alten Desktop-PCs sollten mobile Geräte angeschafft werden, die alle Klassenstufen nutzen können. Die Schüler sollten ihre Geräte so verwenden können, dass sie sich auf den Beamer im Klassenzimmer aufschalten, um ihre Arbeitsergebnisse der Klasse zu präsentieren. Lerntrainings, individuelles Lesen, Vorbereitungen von Referaten, gezielte Internetrecherche und vieles mehr könnten ebenso damit stattfinden. Das wiederum ermögliche ein individualisiertes Arbeiten mit passgenauen Lernangeboten.