Ronsberg

Mal Großstadttrubel, mal Bergidylle

Jahreskonzert Musikkapelle Ronsberg versteht es, alle Register zu ziehen
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Von mil
17.12.2019 | Stand: 16:24 Uhr

Mit Applaus im Stehen honorierten die Zuschauer das durchwegs gelungene Jahreskonzert des Musikvereins Ronsberg. Mit einer imposanten Trompetenfanfare, gefolgt von fröhlichen, tänzerischen Melodien aus dem Stück A Day of New Hope von Fritz Neuböck, eröffnete die Jugendkapelle W.E.R!? den Konzertabend. Festlich erklang im Anschluss das Stück Respiciere von Thimo Kraas. Ihren offiziellen Auftritt beendeten die Jungmusikanten mit Forever Shining von James Swearingen. Als Zugabe legten die Jungmusikanten den Marsch Allgäuland von Kurt Gäble auf.

Danach folgte die Musikkapelle unter Leitung von Tanja Dusel, die im August die Leitung der Kapelle übernommen hat. Mit Dawn of a new Day wurde der Arbeitsalltag in einer Stadt beschrieben, der mit dem Sonnenaufgang begann und schnell in geschäftiges Treiben in der Stadt erinnerte. Eine mächtige Bergkulisse konnte man sich bei Mountain Wind von Martin Scharnagl vorstellen. Bekannte spirituelle Melodien wie Kumba Yah oder Moses wurden vom Komponisten Dizzy Stratford rockig im Stück Spiritual Moments verarbeitet. Moderiert wurde der Konzertabend von Monika Dering, die während der gesamten Zeit in einem Sessel mit Leselampe am Rande des Orchesters Platz genommen hatte und den Konzertbesuchern erzählte, wie der Konzerttag aus Sicht eines Musikers abläuft.

Als Überraschungseinlage beendeten die Nachwuchstalente die Pause mit einem Flashmob. Die Schlagzeuger begannen mit einem lockeren Rhythmus, danach betrat ein Register nach dem anderen die Bühne und setzte mit ein, bis schließlich das ganze Orchester Platz genommen hatte und der Swing in vollem Umfang erklang. Im Anschluss spielten die Nachwuchsmusiker, ebenfalls unter der Leitung von Tanja Dusel, das bekannte Stück Super Trouper von ABBA.

Mit Jubiloso, einem Marsch im Broadway-Stil, setzte die Musikkapelle ihren Konzertteil fort. Unregelmäßige Taktarten lockerten das eingängige Stück auf. Die Polka Zeitlos von Martin Scharnagl lud mit der choralartigen Einleitung und lyrischen Melodien zum Zurücklehnen ein. Ebenfalls als gemütlich lässt sich der Ländler Im Stüberl von Thomas Zsivkovits bezeichnen. Kraftvoll und feierlich beendeten die Ronsberger ihren Konzertabend mit dem Marsch Hermes vom Komponisten Hayato Hirose.

Als Zugabe spielte die Kapelle die Polka zur Abendruh, die von ihrer Dirigentin Tanja Dusel selbst komponiert wurde, und verabschiedete das Publikum mit Stille Nacht in die Adventszeit.

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