Betrug in Marktoberdorf

Mann fällt auf Liebesbetrug herein - Polizei warnt vor Finanzagenten

In Marktoberdorf ist ein Mann auf einen Liebesbetrug hereingefallen. Die Betrüger drohten, pikante Details über ihn zu veröffentlichen, falls er nicht zahlt.

In Marktoberdorf ist ein Mann auf einen Liebesbetrug hereingefallen. Die Betrüger drohten, pikante Details über ihn zu veröffentlichen, falls er nicht zahlt.

Bild: Christoph Soeder, dpa (Symbolbild)

In Marktoberdorf ist ein Mann auf einen Liebesbetrug hereingefallen. Die Betrüger drohten, pikante Details über ihn zu veröffentlichen, falls er nicht zahlt.

Bild: Christoph Soeder, dpa (Symbolbild)

Im Internet lernt ein Mann eine junge Frau kennen und überweist ihr Geld für einen Besuch. Sie tauschen Intimitäten aus und die Betrüger fordern noch mehr Geld.
15.04.2021 | Stand: 15:19 Uhr

Ein Mann ist in Marktoberdorf auf einen Liebesbetrug hereingefallen. Laut Polizei lernte der Mann über das Internet eine junge Frau kennen. Damit die im Ausland lebende Bekanntschaft ihn in Deutschland besuchen kommen konnte, überwies der Mann ihr im Laufe des vergangenen Jahres mehrfach Geld. (Lesen Sie auch: Buchloerin wird Opfer von "Love Scamming" und verliert gesamtes Vermögen)

Betrüger fordern 500 Euro

Obwohl es zu keinem Besuch kam, hatten die beiden weiterhin Kontakt und tauschten auch Intimitäten aus. Schließlich wurde der Mann aufgefordert, 500 Euro auf ein deutsches Konto zu überweisen, da andernfalls pikante Details über ihn veröffentlicht würden. Der Mann ging nicht auf den Erpressungsversuch ein, sondern erstattete Anzeige bei der Polizei.

Polizei warnt vor Finanzagenten

Die Beamten ermitteln nun vor allem in Bezug auf das Empfängerkonto. Oftmals werden laut Polizei sogenannte Finanzagenten für derartige Betrügereien angeworben, die ihr eigenes Girokonto für Überweisungen zur Verfügung stellen. Diese behalten eine Provision ein und überweisen das Geld anschließend an eine Person im Ausland weiter. Die Polizei weist darauf hin, keine intimen Inhalte zu verschicken. Außerdem soll nicht auf dubiose Stellenangebote, bei denen angeblich mit wenig Aufwand viel Geld verdient werden kann, eingegangen werden.

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