Urlauber sollen wohl bald eine Gebühr zahlen

Marktoberdorf plant eine Kurabgabe von 1,20 Euro pro Tag

Wenn es nach dem Tourismusausschuss geht, sollen Urlauber in Marktoberdorf künftig eine Kurabgabe zahlen. Die Entscheidung fällt der Stadtrat in der nächsten Sitzung.

Wenn es nach dem Tourismusausschuss geht, sollen Urlauber in Marktoberdorf künftig eine Kurabgabe zahlen. Die Entscheidung fällt der Stadtrat in der nächsten Sitzung.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Wenn es nach dem Tourismusausschuss geht, sollen Urlauber in Marktoberdorf künftig eine Kurabgabe zahlen. Die Entscheidung fällt der Stadtrat in der nächsten Sitzung.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Der Stadtrat entscheidet darüber. Welche Ausnahmen es geben soll und warum auch die Marktoberdorfer davon profitieren können.
22.01.2021 | Stand: 14:15 Uhr

Der Tourismusausschuss hat bereits die Einführung einer Kurabgabe für Marktoberdorf befürwortet, nun fällt der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag, 25. Januar, die Entscheidung darüber. Ebenso liegt ihm der Antrag auf dem Tisch, ein elektronisches Meldesystem für Übernachtungsgäste einzuführen.

Im Laufe der vergangenen Jahre ist die Zahl der Übernachtungen in Marktoberdorf dank diverser Anstrengungen der Stadt, vor allem aber dank neuer Hotels, die die Nachfrage überhaupt decken können, auf über 100 000 pro Jahr gestiegen. Deshalb sollen die Beherbergungsbetriebe nun über ein elektronisches System ihre Gäste bei der Stadt melden. Diese Form der Übertragung sei leichter für die Anbieter und die Stadt erhalte genauere Daten als das in der Vergangenheit oft der Fall war, sagt Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell.

Zweitwohnsitz soll aus der Satzung genommen werden

Über dieses Meldesystem soll dann auch der Kurbeitrag abgerechnet werden. Wie berichtet, sind 1,20 Euro als Gebühr pro Person und Tag veranschlagt. Ausgenommen sollen Geschäftsreisende sein, Familienbesucher und Personen wie Kursteilnehmer der Akademie oder Internatsschüler. Im ersten Entwurf sollten auch diejenigen zur Kasse gebeten werden, die Marktoberdorf als ihren Zweitwohnsitz angegeben haben. Recherchen hätten ergeben, dass dies in der Hauptsache Studierende oder Auszubildende seien, die in anderen Städten lernten, aber ihre Postanschrift an der elterlichen Wohnung behielten. Die Verwaltung will sie von der Abgabe befreien. Auch einige Detailfragen sind noch zu klären.

Die Stadt rechnet mit etwa 50.000 Euro an Einnahmen durch die Kurabgabe. Mit 10.000 Euro soll das Meldesystem refinanziert werden, der Rest soll in touristische Angebote fließen, von denen am Ende jeder Marktoberdorfer profitiere, sagt Hell.

Die Sitzung beginnt am Montag um 18.30 Uhr im Modeon. Die Zahl der Zuschauer ist begrenzt.

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