Auszeichnung

Marktoberdorfer gewinnt Musikförderpreis des Bezirks Schwabens

Johannes Mooser ist Preisträger des Musikförderpreises des Bezirks Schwaben. Er erhielt 15.000 Euro.

Johannes Mooser ist Preisträger des Musikförderpreises des Bezirks Schwaben. Er erhielt 15.000 Euro.

Bild: Peter Roth

Johannes Mooser ist Preisträger des Musikförderpreises des Bezirks Schwaben. Er erhielt 15.000 Euro.

Bild: Peter Roth

Der Marktoberdorfer Johannes Mooser erhält den Musikförderpreis. Der Sänger darf sich über 15.000 Euro freuen. Das Geld möchte er für ein Projekt einsetzen.
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Von Gabriele Schroth
10.05.2022 | Stand: 12:28 Uhr

Zum dritten Mal hat der Bezirk Schwaben den 2019 gestifteten Musikförderpreis verliehen. Viel Prominenz gab sich ein Stelldichein beim Festakt zur nachgeholten Preisverleihung 2021 im Konzertsaal der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf. Zu den Preisträgern gehört unter anderem der Marktoberdorfer Johannes Mooser. Er erhielt 15.000 Euro für ein besonderes Musikprojekt.

Wie die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Barbara Holzmann bei ihrer Begrüßung betonte, dient der Förderpreis der musikalischen Exzellenz in Schwaben. Als „Solitär“ bezeichnete Jürgen Schwarz, Geschäftsführer der Musikakademie, diesen Musikförderpreis, den es sonst so nicht gebe. Das Preisgeld wird vergeben für geplante Musikprojekte in den Bereichen Volksmusik, Klassik, Pop und Jazz und soll die Wahrnehmung hochklassiger Kultur in Schwaben befördern. 48 Bewerbungen gingen 2021 dafür ein. Die Besonderheit: Das erste Mal stammen alle Preisträger aus demselben musikalischen Genre.

Bariton Johannes Mooser erhält 15.000 Euro

Juryvorsitzender Eckhard Fischer präsentierte die drei Sieger: Andrea Jörg aus Oy-Mittelberg und Johannes Mooser aus Marktoberdorf erhalten 10.000 und 15.000 Euro für ihre Musikprojekte: Sopranistin Jörg für eine Konzertspielstätte auf dem Bauernhof und Bariton Mooser für einen länderübergreifenden Liederabend unter dem Motto „Liebe und das Reisen“ mit der französischen Sängerin Julie Erhart in Marktoberdorf und dem Elsaß. Die beiden 33- und 35-jährigen Gesangsstars entzückten die fachkundigen Festakt-Gäste mit der Darbietung absoluter Paradearien aus dem Crossover-Operettengenre. Da zeigten sie, begleitet von Theodore Ganger am Flügel, neben virtuoser Stimmbravour auch ihr komödiantisches Talent. Voller Schalk servierte Koloratursopranistin Andrea Jörg den „Erzherzog Johann Jodler“.

Marktoberdorfer begann seine Karriere am musischen Gymnasium

Schon seit Jahren fiebert das Marktoberdorfer Publikum mit der Entfaltung von Johannes Mooser als Lied- und Opernsänger mit. Mooser besuchte das musikalische Gymnasium Marktoberdorf. Dort absolvierte der 35-Jährige sein Abitur mit Hauptfach Gesang. In den Jahren 2005 bis 2007 war er nach ersten Plätzen im Regional- und Landesentscheid auch Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Freiburg. Aufgrund der guten Platzierungen in den Wettbewerben erhielt der junge Bariton bereits zum vierten Mal Stipendien für die Teilnahme an Meisterkursen im Rahmen des „Oberstdorfer Musiksommers“. 2008 begann Mooser sein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart. Inzwischen Ensemblemitglied am Staatstheater Meiningen, ist er im Juni wieder mit „Carmina Burana“ zu hören. Er beglückte mit seiner wunderbar geschmeidig geführten, farbenreich strömenden Baritonstimme.

Die 33-jährige Geigerin Veronika Eberle aus Donauwörth war bei dem Festakt nur in einer Videoeinspielung mit der Bachschen „Chaconne“ für Violine solo zu erleben. Eckhard Fischer zeigte sich überrascht, dass die Geigerin und Ana-Chumachenco-Schülerin in Marktoberdorf durchaus bekannt ist. Schon als Zwölfjährige war Veronika Eberle 2001 einer der jüngsten Stars beim Hochbegabten-Seminar „Young Artists“ in der Musikakademie. Sie ist im Juli die Solistin bei Sir Simon Rattles Konzertauftritt „Klassik am Odeonsplatz“ in München. Das Preisgeld von 15.000 Euro dient der CD-Aufnahme des Beethoven-Violinkonzertes mit Simon Rattle und dem London Symphony Orchestra, und zwar mit einer eigenen Kadenz, die ihr der Komponist Jörg Widmann gewidmet hat.

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