Geburtstag

Marktoberdorferin Anna Reiter feiert 100. Geburtstag

Hallo zusammen,

 

hier eine Bilderauswahl vom 100. Geburtstag von Anna Reiter, MOD.

 

Bild Nr. 2829

Ihren hunderten Geburtstag feierte Anna Reiter im Kreise ihrer Familie, mit
Musik und vielen Glückwünschen

 

Bilder Nr. 2835 und 2840

Tochter Angelika Reiter-Nüssle freut sich, dass ihre Mutter Anna Reiter auch
mit 100 Jahren noch so viel Freude und Zuversicht ausstrahlt und mit großem
Interesse am Leben teilnimmt.

 

Fotos: Wolfgang Hepke 

 

Ein schönes Woche

Tochter Angelika Reiter-Nüssle freut sich, dass ihre Mutter Anna Reiter auch mit 100 Jahren noch viel Freude und Zuversicht ausstrahlt und mit großem Interesse am Leben teilnimmt.

Bild: Wolfgang Hepke

Tochter Angelika Reiter-Nüssle freut sich, dass ihre Mutter Anna Reiter auch mit 100 Jahren noch viel Freude und Zuversicht ausstrahlt und mit großem Interesse am Leben teilnimmt.

Bild: Wolfgang Hepke

Mit Blasmusik ins 101. Lebensjahr: Wie Anna Reiter ihren Ehrentag begeht.

02.06.2020 | Stand: 08:24 Uhr

„Jeden Tag lese ich meine Zeitung, und mache Kreuzworträtsel und das ohne Brille“, sagt Anna Reiter, die am 25. Mai ihren 100. Geburtstag feierte. „Ich sollte auch mal beim Bilderrätsel mitmachen, vielleicht gewinne ich auch einmal.“ Anna Reiter ist geistig sehr wach, obwohl es in ihrem Leben nicht immer nur Sonnenstunden gab.

Auch in der Coronazeit gab es zu diesem runden Geburtstag sehr viele Glückwünsche, sogar eine Musikkapelle war dabei, um den besonderen Tag mit der Jubilarin zu feiern. Natürlich alles mit dem nötigen Abstand und im Einklang mit den Coronabestimmungen, sagt Tochter Angelika Reiter-Nüssle.

"Lumpenkiste" mit vielen Kindern

Ihre Mutter ist eine echte „Oberdorferin“, obwohl sie ihre Schulzeit bei den Großeltern in Mickhausen verbrachte. Anna Reiter erinnert sich noch sehr gut an das alte „Markt Oberdorf“, sie wohnte am Genovefa-Brenner-Weg in der „Lumpenkiste“, wie sie mit einem Lächeln erzählt. Es war eben ein Haus mit sehr vielen Kindern. Die Familie Hartner war damals froh, kurz nach dem Ersten Weltkrieg hier zu wohnen.

Nach der Schulzeit absolvierte sie im Landratsamt auf dem Schlossberg eine vierjährige Ausbildung. Sie schwärmt noch heute davon, obwohl viel von ihr abverlangt wurde. Als weitere Arbeitsstelle erzählte sie vom Großhandel der Gebrüder Knittel. Eine tiefe Wunde legte der Zweite Weltkrieg, denn ihr älterer Bruder kam nicht mehr von der Front zurück.

Nach Kriegsende fand sie mit 36 Jahren ihren Lebenspartner Karl Reiter und heiratete im Mai 1956. Zwei Kindern, auf die sie heute sehr stolz ist, schenkte sie das Leben. Anfang der sechziger Jahre baute sich das Paar ein schmuckes Eigenheim, in dem Anna Reiter heute noch wohnt.

Die guten Mehlspeisen

Die Jubilarin war sehr sportlich, ging früher jede Woche zum Schwimmen, und auch Bergsteigen und Radfahren zählten zu ihren großen Hobbys. Mit dem Motorroller fuhr sie ihre Kinder in die Schule, denn die Adalbert-Stifter-Schule gab es anfangs noch nicht. Eine besondere Küche gab es im Hause Reiter, noch heute schwärmt ihre Tochter davon. Die guten Mehlspeisen nach Marktoberdorfer und Böhmerwald Art, denn ihr Ehemann Karl (2002 mit 88 Jahren verstorben) kam von dort.

Anna Reiter schaut neben dem Lesen ihrer Heimatzeitung gerne Fernsehen, am liebsten „Dahoam ist dahoam“, und viele Musiksendungen und erinnert sich, dass an ihrem Geburtstag eine Bidinger Musikgruppe sogar den gewünschten „Radetzkymarsch“ gespielt hat. Sie ist zufrieden, wie sie sagt, sie werde von allen Seiten gut versorgt und wünscht sich für die Zukunft, „dass sie noch lange gesund bleibt, vor allem im Kopf“.