Ronsberg

Mehr Löschwasser

Marktrat Gemeinde mietet ehemalige Güllegruben als zusätzliche Speicher an
22.09.2019 | Stand: 16:22 Uhr

Um die Löschwasserversorgung im Ronsberger Ortsteil Dingisweiler auch künftig zu sichern, beschloss der Marktrat, zwei ehemalige Güllegruben mit 80 und 100 Kubikmeter als Übergangslösung vorübergehend anzumieten. Dort soll die ergänzende Menge an Wasser Platz finden, die für den nötigen Brandschutz für Neubauten beziehungsweise beabsichtigte Neubauten sorgt.

Im Weiler ist bereits ein auf Gemeindegrund eingegrabener Betontank mit einem Fassungsvermögen von 80 Kubikmeter vorhanden. Dieser muss aber abgedichtet und neu abgestützt werden. Bei der derzeitigen und noch beabsichtigten Bebauung müssen jedoch mindestens 192 Kubikmeter Löschwasser für die ersten zwei Stunden vorgehalten werden. Ziel sei es, so Bürgermeister Gerhard Kraus, einen weiteren Löschwassertank in ausreichender Größe auf gemeindeeigenem Grund eingraben zu lassen, „denn Brandschutz ist Sache der Gemeinde“. Dem Vorhaben stimmten alle Ratsmitglieder zu.

Das Anwesen Marktplatz 1 ist gemäß dem Landratsamt mit einem Bebauungsplan zu versehen. Bauträger ist der Markt Ronsberg. Daher sind durch die Gemeinde entsprechende Verträge zu schließen.

Die Firma Huhtamaki beabsichtigt, drei Tanks für Lacke und Lösemittel vom Tanklager West weiter östlich auf dem Firmengelände unterzubringen. Statt der im Bauplan vorgesehenen Trafostation soll ein CO2-Lösemittelraum mit einem Aufenthaltsraum und einem darüber liegenden Büro entstehen. Auf der Südseite des Werksgeländes hat das Unternehmen vor, den Parkplatz für Mitarbeiter zu vergrößern. Das dafür vorgesehene Areal gehört der Gemeinde. Der Marktrat stimmt dem zu, rechnet aber damit, dass dann die Dauerparker aus dem Ort wegbleiben werden. Eine eigene Auffahrt, die in die planfestgestellte Hochwassermulde reichen würde, lehnte der Rat jedoch ab.(db)