Obergünzburg

Menschenrechte als roter Faden

Kirchenkonzert Denkwürdiges Programm mit dem Blasorchester Obergünzburg
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Von db
09.04.2019 | Stand: 15:03 Uhr

Vor gut 70 Jahren – am 10. Dezember 1948 – wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Palais de Chaillot in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verkündet. Diesem denkwürdigen Ereignis war das Kirchenkonzert des Blasorchesters Obergünzburg in St. Martin gewidmet. Zwischen den Musikstücken verlas Bärbel Wagner die 30 Artikel der Menschenrechtserklärung. Seit der Verkündigung habe sich das Gesicht der Welt positiv verändert, sagte sie. Die Menschenrechte hätten in internationalen Vereinbarungen, völkerrechtlich bindenden Konventionen und nationalen Verfassungen Eingang gefunden. Andererseits gebe es aber noch viele Staaten – darunter auch in Europa –, die die Menschenrechte mit Füßen treten oder einschränken würden.

Unter der Leitung von Manfred Wörz-Maurus eröffnete das Blasorchester das Konzert mit dem klangvollen Stück „Flourish for windband“ von Ralf Vaughn Williams, dem die etwas melancholisch klingende Komposition „Morning has broken“ folgte. Feierlich erklang die getragene Tonfolge „Cantabile for Winds“ von Rob Ares. Sehr stimmungsvoll ertönte das bekannte Abend- und Kirchenlied (EG 482, GL 93) „Der Mond ist aufgegangen“ nach einem Gedicht von Matthias Claudius, bearbeitet von Peter M. Riese, das von den Tenorhörnern der beiden Solisten Michael Peter und Heinrich Fleschutz eindrucksvoll dominiert wurde. Rhythmisch betonte Passagen waren bei der „Musique a la carte“ von Willy Hautvast zu hören. „Pie Jesu“ von Andrew Lloyd Webber war dagegen wieder besinnlicher und „Friends for life“ von Dizzy Stratford (Jacob de Haan) brachte kraftvolle Töne zu Gehör. Die romantische Melodie „En Aranjuez con tu Amor“ von Joaquin Rodrigo wurde gefühlvoll durch das hervorragende Trompetensolo von Matthias Fendt unterstrichen.

Eine gewaltige Tonfolge mit virtuosen Facetten stellte das Musicalstück „Jesus Christ Superstar“ von A. L. Webber dar. Den krönenden Abschluss des mit sehr viel Beifall gedachten Konzertes bildete die Hymne „Freude schöner Götterfunken“ von Ludwig van Beethoven. Als Zugaben spielten die Obergünzburger Musiker die Choräle „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ mach einem Text von Dietrich Bonhoeffer und „Herr, Deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ von Ernst Hansen nach einem schwedischen Kirchenlied.