Ronsberg

Michael Sturm mit großer Mehrheit zum Bürgermeisterkandidaten gewählt

Michael Sturm

Michael Sturm

Bild: Katharina Hipp

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Bild: Katharina Hipp

Wahl In Ronsberg nominiert die parteiübergreifende Bürgerliste
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Von Michaela Leutherer
12.01.2020 | Stand: 17:01 Uhr

Mit großer Mehrheit ist Michael Sturm zum Bürgermeisterkandidaten der Bürgerliste Ronsberg gewählt worden. Bei der Nominierungsversammlung erreichte er 129 von 133 Stimmen.

Gebürtig stammt der 52-Jährige aus Unggenried bei Mindelheim und ist in einer Nebenerwerbslandwirtschaft aufgewachsen. Seine berufliche Laufbahn begann er mit einer Ausbildung zum Beamten im mittleren Verwaltungsdienst beim Landkreis Unterallgäu. Nach einem Studium und dem damit verbundenen Aufstieg in den gehobenen Dienst war er in der Personal- und Hauptverwaltung sowie Tiefbauverwaltung tätig. Von Oktober 2001 bis April 2010 war Sturm als Kreiskämmerer für die Landkreisfinanzen und Schulen zuständig und konnte hierbei Erfahrungen in der Arbeit in Gremien sammeln.

Seine weitere Laufbahn führte ihn schließlich im Mai 2010 zum Bayerischen Landkreistag nach München, dem Spitzenverband der Landkreise, wo er für die Beratung der Landkreise und für Stellungnahme zu Gesetzentwürfen zuständig war. Aus persönlichen Gründen möchte Sturm wieder eine Aufgabe in seiner Heimat, dem Allgäu, übernehmen. Als Motivation, sich als Bürgermeister zu bewerben, nannte er, dass er hier „eine Aufgabe nah am Menschen“ übernehmen könne.

Die Anzeige der Bürgerliste Ronsberg habe ihn angesprochen, da diese parteiübergreifend ist und somit nicht die Parteipolitik, sondern Sachpolitik im Mittelpunkt stehe. Durch seine 35-jährige Erfahrung im Öffentlichen Dienst und seine Aufgabe als Verwaltungsrat bringe er Erfahrung im Umgang mit Finanzen und in der Gremienarbeit mit.

Als Ziele nannte er, den Ort weiter entwickeln zu wollen, dabei aber die Verschuldung nach Möglichkeit nicht weiter ansteigen zu lassen. Die Marktgemeinde weise aufgrund zahlreicher Maßnahmen – wie zum Beispiel dem Hochwasserschutz – mit die höchste Verschuldung im Landkreis Ostallgäu auf. Damit erreiche die Gemeinde die Grenze der Verschuldung, die von der Rechtsaufsicht im Landratsamt Ostallgäu akzeptiert ist. Daher werden die nächsten Jahre eher kleinere Projekte realisiert werden können. Bei guten Gewerbesteuereinnahmen wolle er Schulden tilgen, die Entscheidung über den Haushalt liegt allerdings beim Marktgemeinderat und nicht allein beim Bürgermeister, sagte Sturm. Ein besonderes Anliegen sei ihm auch der Erhalt des Kindergartens sowie der Grundschule in Ronsberg.

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Stefan Gutser, der die Versammlung leitete, wies darauf hin, dass bereits im April vergangenen Jahres erste Gespräche mit den Parteien erfolgt seien über die Kandidatur für die Gemeinderäte und Bürgermeister. Da allerdings die Parteien keine Listen aufstellten, wurde die Entscheidung getroffen, eine unabhängige Bürgerliste zu stellen.

Die Liste für die Gemeinderäte wurde in alphabetischer Reihenfolge und nicht nach Listenplätzen aufgestellt und von den Bürgern mit 122 von 133 Stimmen nominiert. Am Donnerstag, 5. März, findet eine weiter Gesprächsrunde mit den Gemeinderatskandidaten und dem Bürgermeisterkandidaten statt, damit sich die Bürger unmittelbar vor der Wahl über die Kandidaten informieren können.

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