Gemeinderat Biessenhofen

Mobilfunk: Gemeinde Biessenhofen will den Ausbau steuern

Hergatz Mobilfunkmast

Wo in Biessenhofen sollen Mobilfunkmasten hin? Darum ging es im Gemeinderat.

Bild: Olaf Winkler (Symbolbild)

Wo in Biessenhofen sollen Mobilfunkmasten hin? Darum ging es im Gemeinderat.

Bild: Olaf Winkler (Symbolbild)

Wie Aitrang will auch die Gemeinde Biessenhofen ein Mobilfunkkonzept erstellen lassen. So ein Konzept ist nicht rechtsverbindlich. Was es dennoch bringen soll.
25.05.2021 | Stand: 15:57 Uhr

Nach der Gemeinde Aitrang will nun auch die Gemeinde Biessenhofen ein Mobilfunkkonzept für die Kommune erstellen lassen. Dies beschlossen die Räte in der jüngsten Sitzung einstimmig. Der Auftrag soll jetzt möglichst gemeinsam mit Aitrang vergeben werden.

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Auch in Biessenhofen gebe es Personen, die den Ausbau des Mobilfunknetzes kritisch sehen, sagte Bürgermeister Wolfgang Eurisch in der Sitzung. Sie hätten darum gebeten, Maßnahmen für einen möglichst gesundheitsverträglichen Ausbau zu ergreifen. Ein Mobilfunkkonzept beinhalte Standortvorschläge für Mobilfunkmasten in der Gemeinde für eine möglichst "gesundheitsschonende" Strahlenbelastung der Bürger.

Sogenannte Suchkreisanfragen laufen in Biessenhofen bereits

Die Rückfrage beim Bayerischen gemeindetag habe ergeben, dass ein Mobilfunkkonzept zwar keine rechtsverbindliche Wirkung habe. Es könne jedoch bei Verhandlungen mit Mobilfunkbetreibern eine fachlich fundierte Grundlage sein, erläuterte Eurisch. Derzeit liefen in Biessenhofen bereits zwei Suchkreisanfragen, eine westlich von Ebenhofen und eine für den nördlichen Bereich Biessenhofen.

Nach positiven Rückmeldungen aus anderen Gemeinden des Landkreises über den Nutzen eines solchen Konzepts habe Biessenhofen ein Angebot von einem sowohl bei Mobilfunkbetreibern als auch -kritikern anerkannten Fachinstitut eingeholt. Es belaufe sich auf 9282 Euro brutto plus Reisekosten für die Vorstellung im Gemeinderat.

Wie Ruderatshofen und Bidingen zu der Idee stehen

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Vom Fachinstitut sei auch ein Angebot für den gesamten Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Biessenhofen eingeholt worden. Doch hätten sich die Gemeinden Bidingen und Ruderatshofen inzwischen gegen die Erstellung eines solchen Konzepts ausgesprochen.

Die Gemeinde Aitrang habe sich ein eigenes Angebot vom Fachinstitut eingeholt. Gleichzeitig habe sie auch ein gemeinsames Angebot für die Gemeinden Aitrang und Biessenhofen erstellen lassen. Bei einer Kostenteilung für das gemeinsame Angebot ergibt dies für Biessenhofen einen Betrag von brutto 6750 Euro zuzüglich der Kosten für die Vorstellung im Gemeinderat und eventuell zusätzlicher Messungen.

Nach kurzer Diskussion beschloss das Gremium einstimmig, ein Mobilfunkkonzept möglichst gemeinsam mit der Gemeinde Aitrang erstellen zu lassen.