Erneuerbare Energien

Nur immer rauf aufs Dach: Welche Chancen Fotovoltaik jetzt bietet

OAL EEG 2021 und Photovoltaik

Mehr als 160 Teilnehmer haben sich an dem vom Landratsamt veranstalteten Web-Seminar „Chancen durch das neue EEG 2021 – Änderungen und Neuerungen für Fotovoltaik-Projekte in der Landwirtschaft“ beteiligt.

Bild: LRA/Johannes Fischer

Mehr als 160 Teilnehmer haben sich an dem vom Landratsamt veranstalteten Web-Seminar „Chancen durch das neue EEG 2021 – Änderungen und Neuerungen für Fotovoltaik-Projekte in der Landwirtschaft“ beteiligt.

Bild: LRA/Johannes Fischer

160 Teilnehmer waren beim Web-Seminar zum Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Warum Landwirte und Gewerbebetriebe auf Photovoltaik-Anlagen setzen sollten.
06.05.2021 | Stand: 10:36 Uhr

Mehr als 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich an einem vom Landratsamt Ostallgäu veranstalteten Web-Seminar zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2021 beteiligt. Darum ging es speziell um die Vorteile für Fotovoltaik-Projekte in der Landwirtschaft durch das Gesetz. Konkreter Anlass des Seminars war die Verabschiedung des neuen EEG zum Januar und die sich daraus ergebenden Änderungen für größere Anlagen – also für die Landwirtschaft, aber auch für den Gewerbebereich. (Lesen Sie dazu auch: Solarstrom: Biessenhofen startet mit neuen Fotovoltaik-Anlagen senkrecht in die Zukunft)

Module: "Frühes Investieren schlägt das Warten"

Die beiden Referenten, Michael Vogtmann und Jörg Sutter von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, gingen zunächst auf die aktuelle Marktsituation ein. Demnach fiel der Modulpreis in den vergangenen vier Jahren um rund 20 Prozent, während die Vergütung derzeit um 1,4 Prozent pro Monat sinkt. „Frühes Investieren schlägt das Warten“, sagte Vogtmann.

Um das Investieren in größere Fotovoltaikanlagen ging es nun bei einem Web-Seminar des Landratsamtes Ostallgäu zu Erneuerbaren Energien.
Um das Investieren in größere Fotovoltaikanlagen ging es nun bei einem Web-Seminar des Landratsamtes Ostallgäu zu Erneuerbaren Energien.
Bild: Bernhard Weizenegger

Wie Vogtmann erläuterte, werde für Anlagenbetreiber der Eigenverbrauch auch bei größeren Anlagen attraktiver, da die Befreiungsgrenze der EEG-Umlage für den selbst verbrauchten Strom von 10 auf 30 kWp (Kilowatt Peak) angehoben wurde. Größere Anlagen mit mehr als 100 kWp sind nach Angaben von Vogtmann vor allem dann attraktiv, wenn der erzeugte Strom größtenteils selbst verbraucht werde.

Auch Energiespeicher sind nach Meinung des Fachmanns inzwischen wirtschaftlich darstellbar, lohnten sich aber umso mehr, je mehr Zusatznutzen der Speicher bringe – vor allem hinsichtlich Notstromversorgung oder Spitzenlastkappung. Potenzial sieht Experte Vogtmann außerdem in sogenannten „Agri-PV“-Anlagen, denn sie ermöglichen es, auf Flächen sowohl landwirtschaftliche Produkte als auch Energie zu „ernten“.

Innovationsförderung für neuartige Modultechnologien

Neuartige Modultechnologien sicherten dafür nicht nur einen fast genauso hohen Ertrag wie herkömmliche Anlagen, sondern auch eine netzdienlichere Einspeisespitze zur Morgen und Abendzeit. Für dieses Segment gebe es derzeit eine Innovationsförderung, in den kommenden Jahren könne sich die Technologie als „sehr interessant“ herausstellen, sagte Vogtmann.

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