Marktrat Obergünzburg

Nahwärme: Ebersbacher Bürger setzen voll auf Ökostrom

Die Nahwärme im Ortsteil Ebersbach sowie der Gasthof "Goldener Hirsch" im Hauptort Obergünzburg (siehe Foto) waren Thema im Obergünzburger Marktgemeinderat.

Die Nahwärme im Ortsteil Ebersbach sowie der Gasthof "Goldener Hirsch" im Hauptort Obergünzburg (siehe Foto) waren Thema im Obergünzburger Marktgemeinderat.

Bild: Barbara Kettl-Römer

Die Nahwärme im Ortsteil Ebersbach sowie der Gasthof "Goldener Hirsch" im Hauptort Obergünzburg (siehe Foto) waren Thema im Obergünzburger Marktgemeinderat.

Bild: Barbara Kettl-Römer

Sehr viele Bürger in Ebersbach haben Interesse an Nahwärme aus Biogas angemeldet. Warum sich der Marktrat Obergünzburg außerdem mit dem "Hirsch" befasste.
15.01.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Das Interesse der Ebersbacher an der Nahwärmeversorgung durch die örtlichen Biogasanlagen ist groß. „Die Anschlussquote im Bestand ist wirklich herausragend“, lobte Isabel Hartmann, die als Fachberaterin für Erneuerbare Energien bei renergie Allgäu e. V. das Quartierskonzept Obergünzburg-Ebersbach betreut.

40 Prozent der Bestandsgebäude kommen in Frage

Für 40 Prozent der Bestandsgebäude im Kernort wurde Interesse angemeldet. Da auch alle Neubauten in den Baugebieten Am Bergblick und Kreuzbergweg dabei sein sollen, ist genug Nachfrage vorhanden, um das Nahwärmeprojekt wirtschaftlich interessant und über die KfW förderfähig zu machen. Der Marktrat genehmigte daher den Entwurf des Quartierskonzepts einstimmig und gab ihn zur Umsetzung frei. Das Konzept soll in den nächsten Tagen auf der Website des Marktes Obergünzburg veröffentlicht werden. Im nächsten Schritt soll die Ausführungsplanung beginnen, der Baubeginn ist voraussichtlich noch vor dem Winter 2021/22 möglich.

Im "Goldenen Hirsch" in Obergünzburg geht es um fünf Gästezimmer

Außerdem denkt der Marktrat über eine Sanierung der fünf Gästezimmern im Gasthof Goldener Hirsch nach. Sie sind mittlerweile in so desolatem Zustand, dass sie in den Rohbauzustand zurückversetzt und komplett erneuert werden müssten. Die Kostenschätzung dafür liegt bei 115 000 Euro. Zusätzlich müssen die Wasserleitungen aus Hygienegründen – es besteht sonst die Gefahr von Legionellen im Wasser – teilweise rückgebaut und erneuert werden, was mit weiteren 80 000 Euro zu Buche schlagen dürfte. Ein Teil der Leitungen muss auf jeden Fall erneuert werden, weil auch die Wohnung der Wirtsleute davon betroffen ist.

Die Fraktionen im Marktrat Obergünzburg waren sich uneinig

Ob die Zimmersanierung 2021 schon angegangen werden soll, wurde in den einzelnen Fraktionen unterschiedlich beurteilt. Man einigte sich darauf, das Budget dafür in die Haushaltsberatungen einzubringen und dann darüber abzustimmen. Der Haushalt soll im März verabschiedet werden.