Corona-Pandemie

Nur ins Marktoberdorfer Rathaus kommen die Sternsinger persönlich

Wolfgang Hannig, Marktoberdorfs Zweiter Bürgermeister, empfing die Sternsinger im Großen Sitzungssaal des Rathauses und gab einen Obolus.

Wolfgang Hannig, Marktoberdorfs Zweiter Bürgermeister, empfing die Sternsinger im Großen Sitzungssaal des Rathauses und gab einen Obolus.

Bild: Heinz Budjarek

Wolfgang Hannig, Marktoberdorfs Zweiter Bürgermeister, empfing die Sternsinger im Großen Sitzungssaal des Rathauses und gab einen Obolus.

Bild: Heinz Budjarek

Die Sternsinger bringen den Segen heuer nicht persönlich an den Mann. Welche Wege sie zugunsten des weltgrößten Kinderhilfswerks in und um Marktoberdorf gehen.
06.01.2021 | Stand: 11:43 Uhr

Anstatt an Haustüren zu klingeln, persönlich Glück im neuen Jahr zu wünschen sowie singend als Könige jedem Haus Segen zu spenden, haben die Ministranten wegen der Corona-Pandemie in und um Marktoberdorf vielerorts „Sternsingertütchen“ von Haus zu Haus gebracht. Mancherorts stellen sie diese Tütchen auch in den Gottesdiensten zur Verfügung (wir berichteten). Mit einer Ausnahme: Im Marktoberdorfer Rathaus wurden Caspar, Melchior und Balthasar offiziell vorstellig.

2. Bürgermeister Wolfgang Hannig empfing die Sternsinger unter Wahrung der Hygienevorschriften im geräumigen Sitzungssaal und gab ihnen etwas für ihre Sammeldose.

Ein paar Körner Weihrauch im Tütchen

Die Pfarreien ließen sich für die heuer andere Art des Segnens übrigens einiges Kreative einfallen. So enthalten die Tütchen in der PG Marktoberdorf, zu der auch Bertoldshofen und Rieder gehören, gleich den mit Weihwasser und Weihrauch gesegneten Haussegen zum Ankleben an Haus- und Wohnungstüren. Die benachbarte Pfarreiengemeinschaft Leuterschach wiederum (mit Thalhofen, Geisenried, Wald) legte ihren Briefchen ein paar Körnchen Weihrauch bei.

Die Tütchen enthalten freilich auch den Spendenaufruf. Die Spenden der Sternsingeraktion kommen heuer schwerpunktmäßig Kindern in der Ukraine zugute. „Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit“ lautet das Motto. Vergangenes Jahr sammelten die Sternsinger allein in der Pfarreiengemeinschaft Marktoberdorf 25 000 Euro.

"Sternsingeraktion heuer nötiger denn je"

Ein Leitgedanke des bundesweiten Kinderhilfswerks lautet heuer: „Heller denn je – die Welt braucht eine frohe Botschaft!“ Nie seien der Segen der Heiligen Nacht und die Spendenbereitschaft der Menschen so wichtig gewesen wie in diesen Zeiten der Unsicherheit und der Krise, betont auch die PG Leuterschach. Denn durch die Corona-Pandemie habe sich die Lebenssituation vieler Kinder weltweit dramatisch verschlechtert.