Jubiläum in Marktoberdorf

Oberer Lechgau-Verband in Marktoberdorf feiert 100-jähriges Bestehen

Der Lechgau-Verband in Marktoberdorf hat sein 100-jähriges Bestehen gefeiert.

Der Lechgau-Verband in Marktoberdorf hat sein 100-jähriges Bestehen gefeiert.

Bild: Marlene Köpf

Der Lechgau-Verband in Marktoberdorf hat sein 100-jähriges Bestehen gefeiert.

Bild: Marlene Köpf

Oberer Lechgau-Verband in Marktoberdorf feiert 100-jähriges Bestehen. Wegen Corona fand die Feier mit etwas Verspätung un dim kleinen Rahmen statt.
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Von Marlene Köpf
11.08.2021 | Stand: 09:00 Uhr

100 Jahre Oberer Lechgau-Verband 1920 - 2020: schon vor mehr als einem Jahr sollte dieses Jubiläum mit vielen Gästen aus den Gauvereinen, Nachbargauen sowie aus Nah und Fern gefeiert werden. Nun fand in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Marktoberdorf unter Corona-Bedingungen mit nur wenigen geladenen Gästen ein feierlicher Gottesdienst am traditionellen Gaufestwochenende statt. Gauvorsitzender Walter Sirch begrüßte dazu die Vertreter der Gauvereine mit ihren Vereinsfahnen und der Gaustandarte, den Gauausschuss und Gauehrenmitglieder sowie den Gauehrenvorstand und Vorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbandes, Max Bertl, mit Stellvertreter Günter Frey. Dieser Gottesdienst sollte Dank für viele schöne Stunden in der Gemeinschaft im Oberen Lechgau-Verband in den vergangenen 100 Jahren sein. Es gab in dieser Zeit viele Männer und Frauen, die mit Idealismus das Brauchtum und die Traditionen weitergegeben haben.

Gottesdienst in der St. Martinskirche in Marktoberdorf

Das Dodle (Pate) der Gaustandarte, D’ Neuschwanstoaner Stamm Füssen, wollte zum 100-Jährigen des Oberen Lechgau-Verbandes ein Fahnenband überreichen. Dieser Gottesdienst war nun ein würdiger Rahmen dafür. Vorstandssprecher Richard Hartmann bedankte sich für 100 Jahre Verbundenheit der Trachtlerinnen und Trachtler im Oberen Lechgau-Verband und hängte das Band an die Gaustandarte, die Pfarrer Karl Mair segnete.

In der St. Martinskirche in Marktoberdorf fand zu Ehren des Trachtenvereins ein Gottesdienst statt.
In der St. Martinskirche in Marktoberdorf fand zu Ehren des Trachtenvereins ein Gottesdienst statt.
Bild: Marlene Köpf

Pfarrer Mair ging in seiner Predigt auf das Gleichnis der Brotvermehrung ein und sagte „auch wir können Gutes tun, mit dem, was wir haben“. Seit 100 Jahren stehen engagierte Frauen und Männer für die Zusammengehörigkeit und die Gemeinschaft. Mit der Achtsamkeit füreinander lebe die Trachtensache.

Feier im Vereinsstadel des Trachtenvereins Marktoberdorf

Musik lasse viele Botschaften zu den Menschen kommen, sagte Mair weiter. Die Gestaltung der Dankmesse übernahmen die Bidinger Sängerinnen und Sänger, die Halbtonmusik aus Stötten und Trauchgau, die Wertachtaler Stubenmusik und Organist Magnus Sepp aus Marktoberdorf. Nach dem Gottesdienst gab es ein gemütliches Beisammensein im Vereinsstadel des Trachtenvereins Marktoberdorf.

Walter Sirch blickte dort zurück in die Geschichte. Auch vor 100 Jahren gab es große Krisen, sagte er. Spanische Grippe, Hungersnot, Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs – und trotzdem haben Burschen und Mädla Vereine gegründet und sich zu einem Gau zusammenschlossen. „Mit großem Respekt sei diesen Trachtlern gedankt, die mit viel Idealismus die Trachtensache entwickelten und sich für den Gau einsetzten“, sagte Sirch. Er wünschte sich, dass sich immer wieder Menschen finden lassen, die sich für Brauchtum und Tracht einsetzen. Weiter dankte er den Gestaltern und Erbauern eines Modells, das eigentlich am Gaufestumzug 2020 auf einem Festwagen mitgeführt werden sollte. Nun diente es als Bühnendekoration im Stadel, wie schon bei der Chronikvorstellung im Vorjahr, um diesen Aufbau wenigstens der Öffentlichkeit zu zeigen. Aufgelockert wurde der Abend durch ein kurzes Theaterstück über die Probleme, eine Leichenrede vorzubereiten. Gekonnt spielten Walter Sirch, Marianne Riedel und Martin Kreuzer den Einakter und sorgten für viele Lacher im Stadel. Ein schöner Abend: Gemütlich und klein wurde nun das Jubiläum 100 Jahre Oberer Lechgau-Verband gefeiert.

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