Radeln für die Umwelt

Drei Günztal-Gemeinden, ein Erfolg: Sie werden Bundessieger beim Stadtradeln

Ob auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit: Jeder Kilometer auf dem Rad zählte. Die Obergünzburger, Günzacher und Untrasrieder waren besonders eifrig.

Ob auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit: Jeder Kilometer auf dem Rad zählte. Die Obergünzburger, Günzacher und Untrasrieder waren besonders eifrig.

Bild: Ralf Lienert

Ob auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit: Jeder Kilometer auf dem Rad zählte. Die Obergünzburger, Günzacher und Untrasrieder waren besonders eifrig.

Bild: Ralf Lienert

Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg startet beim Stadtradeln durch und steht in mehreren Kategorien auf Anhieb in der Spitzengruppe. Das hat mehrere Gründe.
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Von von Michael Bauer
17.11.2021 | Stand: 11:28 Uhr

Seit ein paar Tagen steht fest: Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Obergünzburg hat beim Stadtradeln 2021 sensationell abgeschnitten und landete gleich in mehreren Kategorien ganz weit vorne. Auf Anhieb erreichte die VG mit 206.670 geradelten Kilometern deutschlandweit den zweiten Platz unter allen Kommunen bis 10.000 Einwohnern. Damit wurde die VG bei den Newcomern – also den Kommunen, die zum ersten Mal teilnehmen – Bundessieger.

Erfolgreiches Trio: Obergünzburg, Günzach, Untrasried

Erst Ende September ging der bundesweite Wettbewerb zu Ende, danach wurden von den Organisatoren des Klima-Bündnis die Zahlen geprüft und ausgewertet. Am Ende musste sich die VG nur dem Vorjahressieger Altshausen (Landkreis Ravensburg) geschlagen geben, der mit deutlichem Vorsprung gewann. Gleichzeitig erreichte die Günztalgemeinde mit großem Abstand den ersten Platz in Bayern. Da die VG auch den Landkreis Ostallgäu unterstützte, darf sie sich zusammen mit Marktoberdorf und den anderen Kommunen auch noch über den dritten Platz freuen, den der Landkreis in der Gewinnkategorie bis 500.000 Einwohner erzielte.

Diese Erfolge waren allerdings kein Zufall. Zum einen wurde die Aktion von den drei Bürgermeistern der VG – Lars Leveringhaus (Obergünzburg), Wilma Hofer (Günzach) und Alfred Wölfle (Untrasried) – enorm unterstützt: mit dem Fahrrad und bei der Organisation. Zum anderen war die Teilnahme der Grund- und Mittelschule Obergünzburg ein wichtiger Stützpfeiler und Garant für das gute Abschneiden. Gerade auch die Sportvereine mit ihren zahlreichen aktiven Mitgliedern (TSV Ebersbach und RC Allgäu) sowie Feuerwehr, Wasserwacht und Blasorchester zeigten große Freude am Radeln und am gemeinsamen Wettbewerb.

848 Hochmotivierte treten in die Pedale

Motivierend wirkten die Radlstars (Julia Rösner, Verena Hoffmann und Toni und Anni Holzheu), die mit ihren Blogs im Internet die Aktion begleiteten. Durch die aktive Organisationsgruppe der Markträte (Wolfgang Epple, Florian Havelka, Michaela Kuhn, Antonio Multari, Michael Bauer) konnten zudem viele Radlerinnen und Radler zur Teilnahme animiert werden. Insgesamt 848 aktiv Radelnde verzeichneten die Organisatoren am Ende.

Was hat das Stadtradeln denn gebracht? Dies wird von manchem oft kritisch hinterfragt. Auf jeden Fall sei es gelungen, vielen Menschen bei damals noch geltenden Kontaktbeschränkungen wieder Begegnungen und Freude zu vermitteln, heißt es seitens der Organisatoren. Mancher tauschte bewusst das Auto gegen das Rad und entdeckte die Freude an der Bewegung und an der Natur neu. Bei steigenden Spritpreisen ist das Rad eine echte Alternative zum Auto. Der Fokus – des Einzelnen aber auch im gesellschaftlichen Rahmen – wurde deutlich auf das Fahrrad gelegt.

Es geht um mehr als Umweltschutz

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