Volleyball

Nicht nur wegen Corona: Der Frust bei Obergünzburgs Volleyballerinnen wird immer größer

Volleyball TSV Oberguenzburg : SV SW Muenchen 3:1

Nach Jubeln ist Franziska Thaller (Mitte) und den Obergünzburger Volleyballerinnen derzeit überhaupt nicht zumute. Eher im Gegenteil. Denn am Samstag fallen schon wieder beide Heimspiele aus.

Bild: Peter Roth (Archiv)

Nach Jubeln ist Franziska Thaller (Mitte) und den Obergünzburger Volleyballerinnen derzeit überhaupt nicht zumute. Eher im Gegenteil. Denn am Samstag fallen schon wieder beide Heimspiele aus.

Bild: Peter Roth (Archiv)

Obergünzburgs Frauen müssen ihren Heimspieltag absagen. Im Moment wirkt in der Landesliga alles etwas chaotisch. So reagieren sie auf die neuerliche Verlegung.
22.01.2022 | Stand: 11:30 Uhr

Weiter auf den nächsten Spieltag warten, heißt es für die Volleyballerinnen des TSV Obergünzburg. Nach dem bereits am vergangenen Wochenende die Gäste aus Schwabing coronabedingt abgesagt haben, musste auch das Spiel gegen Landesliga-Spitzenreiter Planegg-Krailling II aufgrund eines personellen Engpasses bei den Gastgeberinnen verschoben werden. Auch dieses Wochenende fallen die beiden geplanten Heimspiele aus.

Deshalb ist den Volleyballerinnen aus Obergünzburg mulmig

Bereits zu Beginn der Woche zeichnete sich ab, dass Lohhof III aufgrund mehrerer Corona- und Quarantänefälle innerhalb der Mannschaft eventuell absagen muss. Am Donnerstag folgte die endgültige Absage des Spiels. Da der Bayerische Volleyball-Verband (BVV) sich aktuell noch offen lässt, ob gegebenenfalls nur die Hinrunde statt Hin- und Rückrunde gewertet wird, entschloss sich der TSV, das Rückspiel gegen die Lechrain Volleys zu verschieben. Das Hinspiel im Oktober hatten die Günztalerinnen 3:0 gewonnen. Es war eine von zwei Partien, die sie überhaupt erst in dieser Saison austragen konnten.

„Viele Spielerinnen spielen mit einem mulmigen Gefühl. Eigentlich treten wir nur an, um am Ende nicht aufgrund der Spielabsagen als Absteiger festzustehen, da wir die Landesliga gerne halten möchten“, sagt Franziska Thaller. Im Moment ist nicht klar, ob Rückspiele überhaupt gewertet werden. „Deswegen macht es für uns keinen Sinn anzutreten, wenn es einigen Spielerinnen nicht wohl dabei ist“, stellt sie ernüchtert fest. „Unser organisatorischer Aufwand ist zurzeit höher als der Trainings- und Spielaufwand. An einem Tag steht ein möglicher Plan und am nächsten wird er wieder komplett verworfen. Wir hoffen nach wie vor auf eine schnelle Entscheidung vom BVV, die klarer und fairer für alle Mannschaften ist“, sagt sie. Inzwischen müssten die Obergünzburgerinnen acht Spiele nachholen.

Immerhin kann die Jugend aus Obergünzburg Volleyball spielen

Immerhin werden die Jugendspieltag der U15 und U13 am Sonntag, 23. Januar, in Bad Grönenbach sowie Mauerstetten ausgetragen. Auch das Mini-Volleyball und das Jugendtraining finden nach der verlängerten Weihnachtspause seit vergangener Woche wieder statt. Die U18 musste der TSV vom Spielbetrieb abmelden. Die meisten Spielerinnen dieser Mannschaft können aber bei der U15 mitwirke. „Wir wollten ihnen unbedingt Spielpraxis geben. Das ist das Wichtigste für sie. Hier lernen sie am meisten“, sagt Jugendtrainerin Thaller. „Jede Spiel- und Trainingspause ist ein Rückschritt. Das merken wir sogar schon bei den Minis. Viele Wiederholungen und viel Routine sind für einen Lernerfolg zwingend nötig.“

Der nächste Spieltag ist er im Februar

Nach einem nun spielfreien Wochenende geht es für die Landesliga-Volleyballerinnen am 5. Februar weiter zum nächsten Auswärtsspiel beim VfB Eichstätt. Spielerinnen und Trainerinnen sind gespannt, ob und wie dieser Spieltag dann stattfinden kann.

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