Nicht nur die Bertoldshofener sind betrübt

Organisatoren ziehen die Reißleine: Bezirksmusikfest fällt aus

Bezirksmusikfest

Die Musikkapelle Bertoldshofen als Ausrichterin hat das Bezirksmusikfest 2021 nun abgesagt.

Bild: Tobias Huber (Archiv)

Die Musikkapelle Bertoldshofen als Ausrichterin hat das Bezirksmusikfest 2021 nun abgesagt.

Bild: Tobias Huber (Archiv)

Musikkapelle Bertoldshofen wollte mit der Veranstaltung ihr 250-jähriges Bestehen feiern. Welchen Plan B das Festgremium noch in der Tasche hat.
13.02.2021 | Stand: 14:15 Uhr

Lange haben die Bertoldshofener Blasmusiker gehofft. Nun aber haben sie endgültig das für den Sommer geplante Bezirksmusikfest des ASM-Bezirks 4/Marktoberdorf aufgrund der Corona-Situation abgesagt. Aber die Motivation ist so groß, dass sie einen mehrteiligen Plan B ins Auge fassen.

Wichtig ist den Musikern laut Vorsitzendem Johannes Stadler, dass nicht einfach nur abgesagt wird. „Wir haben richtig Bock darauf“, beschreibt er die Motivation des rund 40-köpfigen Gremiums der Kapelle zu einer Alternative. Daher haben sie sich überlegt, wann sie das Bezirksmusikfest ausrichten können.

Kapelle wird 250 Jahre alt

Die Entscheidung fiel nach einer digitalen Ausschusssitzung. Es mache leider keinen Sinn, jetzt, wo es in die heiße Phase der Vorbereitungen ginge. Das 49. Musikfest des ASM-Bezirks 4/Marktoberdorf hätte nach den Wertungsspielen im Juni in ein viertägiges Fest münden sollen, das vom 1. bis zum 4. Juli 2021 gedauert hätte. Schließlich wird die Kapelle heuer ein viertel Jahrtausend alt und wollte diese 250 Jahre mit einem gebührenden Jubiläum feiern. So aber zog der Verein die Reißleine und informierte alle Vertragspartner. Das waren neben dem Roßhauptener Zeltverleih Zimmermann und der Kaufbeurer Aktienbrauerei auch die Firma Catering C sowie mehrere Musikgruppen. Keiner von ihnen habe finanzielle Forderungen wegen der Absage erhoben, atmete Stadler erleichtert und dankbar auf. Schließlich sind bereits bisher rund 4 000 Euro Kosten aufgelaufen.

Gespräch mit dem Bezirksleiter

In den nächsten zwei Jahren veranstalten die Kapellen aus Altdorf und Geisenried das Musikfest. Daher haben sich die Bertoldshofener den Termin 2024 vorgenommen. Ihre Bewerbung für dieses dann 52. Bezirksmusikfest haben sie bereits an den Bezirksvorstand geschickt und hoffen auf den Zuschlag. Die Bertoldshofener haben sich auch bereits mit ASM-Bezirksleiter Bruno Gantner in Verbindung gesetzt. Der unterstützt ihre Bewerbung.

Über das Thema sollte eigentlich bei der jährlichen Bezirksversammlung entschieden werden, die für 28. Februar geplant war. Aufgrund der Corona-Situation muss aber auch diese Tagung vorerst verschoben werden. Sobald es geht, soll sie aber wie geplant im Bertoldshofener Königswirt stattfinden.

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Der Entschluss für die Bewerbung für das Fest im Jahr 2024 kommt nicht von ungefähr. „Die nächsten vier Jahre bleiben alle im Boot“, beschreibt Stadler die Bereitschaft von Vorstand und Festausschuss. Außerdem habe man eine junge Altersstruktur – so um die 20. Alle seien hoch motiviert.

"Da bahnt sich was an"

Und so wollen die Bertoldshofener auch ihr Jubiläum heuer auf jeden Fall noch feiern, mit spontanen Aktionen, sobald es Corona zulässt. Das Frühjahrskonzert haben sie schon in den Mai hinein verlegt. Das Chronikteam, das auch für die Festschrift zuständig ist, will auch eine Chronik mit aktuellen Bildern erstellen. Ihr Erscheinen ist geplant für den Herbst.

Trotz Coronakrise vertrauen und bauen die Bertoldshofener Musici jedenfalls auf ihr Motto: „Da bahnt sich was an!“.