Kinos

Ostallgäuer Grüne empört: Programm-Prämien für bayerische Kinos mit Corona-Hilfe verrechnet?

Die Grünen wittern einen Skandal: Ausgezeichnete Kinos wie das in Marktoberdorf sollen von den Prämien profitieren, die LfA Bank wertet sie aber als Einkünfte.

Die Grünen wittern einen Skandal: Ausgezeichnete Kinos wie das in Marktoberdorf sollen von den Prämien profitieren, die LfA Bank wertet sie aber als Einkünfte.

Bild: Gerlinde Schubert

Die Grünen wittern einen Skandal: Ausgezeichnete Kinos wie das in Marktoberdorf sollen von den Prämien profitieren, die LfA Bank wertet sie aber als Einkünfte.

Bild: Gerlinde Schubert

Die Grünen wittern einen Skandal: Ausgezeichnete Kinos wie das in Marktoberdorf sollen von den Prämien profitieren, die LfA Bank wertet sie aber als Einkünfte.
29.07.2021 | Stand: 09:00 Uhr

Dass die Programmprämien für herausragende Programmarbeit in Kinos, die regelmäßig auch an die Filmburg in Marktoberdorf gehen, seit 2019 kontinuierlich erhöht wurden, begrüßen die bayerischen Grünen als wichtiges Signal der Wertschätzung, schreibt die Landtagsabgeordnete Christina Haubrich in einer Pressemitteilung. Nun wertet aber die für die Vergabe der Corona-Hilfen zuständige LfA Förderbank die Filmtheater-Programmprämien als Einkünfte.

Werden staatliche Mittel über die Hintertür wieder eingesammelt?

So würden von den besten und fleißigsten Filmtheatern in Bayern offenbar über die Hintertür staatliche Mittel wieder eingesammelt, kritisiert Haubrich. „Auf roten Teppichen eine gute Figur machen und Geld in die rechte Tasche stecken, um es dann hinter den Kulissen wieder aus der linken Tasche herauszuziehen, ist sicher nicht die feine englische Art.“ Die zuständige Digitalministerin wiegele ab: Ziel sei gewesen, alle Kinos durch ökonomisch schwierige Fahrwasser zu bringen. (Lesen Sie auch: Damit der Film nicht abreißt: Wie viel Zuschüsse die Ostallgäuer Kinos bekommen)

Die Filmburg Marktoberdorf und ihre Chefin Monika Schubert werden immer wieder für ihr Kinoprogramm ausgezeichnet.
Die Filmburg Marktoberdorf und ihre Chefin Monika Schubert werden immer wieder für ihr Kinoprogramm ausgezeichnet.
Bild: Felix Blersch

„Die Filmburg Marktoberdorf würde ein Verrechnen der Programm-Prämien mit den Corona-Hilfen hart treffen“, sagt dagegen die Filmburg-Betreiberin Monika Schubert aus Marktoberdorf. Dass eine Auszeichnung für exzellente Arbeit zur Existenzsicherung verwendet werden musste und herausragende Programmkinos wie die Filmburg unter dem Strich für ihre Leistung abgestraft werden, sehe man im Ministerium nicht.

Grüne Haubrich: "Das war überfällig"

Lange waren die Vorhänge der bayerischen Kinos zu geblieben. Anfang Juli ist der Betrieb wieder angelaufen. Auch in der Filmburg in Marktoberdorf. „Der Restart der Kinos war überfällig. Wir Landtags-Grüne haben bereits im Oktober Pilotprojekte zum sicheren und wirtschaftlich sinnvollen Betrieb von Kinos gefordert“, heißt es in der Pressemitteilung von Christina Haubrich. (Lesen Sie auch: Endlich wieder Filme und Popcorn im "Corona" in Kaufbeuren)

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