Bedrohungslage in Marktoberdorf

Drohung gegen Gymnasium: Schulzentrum Marktoberdorf evakuiert

Bedrohungslage am Schulzentrum in Marktoberdorf: Nach einer Drohung gegen das dortige Gymnasium wurden die Schulen am Montagmorgen kurzzeitig evakuiert.

Bedrohungslage am Schulzentrum in Marktoberdorf: Nach einer Drohung gegen das dortige Gymnasium wurden die Schulen am Montagmorgen kurzzeitig evakuiert.

Bild: Heiko Wolf

Bedrohungslage am Schulzentrum in Marktoberdorf: Nach einer Drohung gegen das dortige Gymnasium wurden die Schulen am Montagmorgen kurzzeitig evakuiert.

Bild: Heiko Wolf

Großeinsatz der Polizei in Marktoberdorf: Das Schulzentrum wurde am Morgen nach einer Drohung evakuiert. Jetzt läuft die Suche nach dem oder den Tätern.
09.11.2021 | Stand: 12:06 Uhr

Großeinsatz der Polizei am Montag in Marktoberdorf: Nach einer Drohung gegen das Gymnasium wurde das Schulzentrum in Marktoberdorf kurzzeitig evakuiert. Inzwischen läuft der Unterricht wieder.

Dem Polizeipräsidium Schwaben/Süd-West zufolge war am frühen Montagmorgen eine "unkonkrete Drohung" gegen das Gymnasium eingegangen. Demnach hieß es in einem Schreiben, "etwas Schlimmes" werde an der Schule passieren. Der Drohbrief wurde der Polizei laut Sprecher Holger Stabik „von Personen aus einem Ortsteil von Marktoberdorf“ zugespielt, „die einen direkten Bezug zum Gymnasium haben“.

"Wir nehmen solche Drohungen sehr ernst", betonte Stabik weiter. Deshalb rückte sofort ein Großaufgebot der Polizei am Schulzentrum in Marktoberdorf an. Beamte mit Maschinenpistolen sperrten das Gelände großräumig ab. Das Schulzentrum wurde noch vor Unterrichtsbeginn evakuiert, die Schülerinnen und Schüler von Mittelschule, Realschule und Gymnasium etwas abseits der Gebäude unter Betreuung von Polizeibeamten gesammelt.

Sprengstoffhunde durchsuchen Schulzentrum Marktoberdorf

Anschließend durchsuchten Beamte mit Sprengstoffhunden die Gebäude. Dies sei allerdings eine Standardmaßnahme gewesen. "Eine konkrete Gefährdung gab es zu keinem Zeitpunkt", hieß es weiter.

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November 2021: Polizei evakuiert nach Drohung Schulzentrum in Marktoberdorf

Der weitere Verlauf des Einsatzes habe dann die aktuelle Einschätzung, dass es sich um eine unkonkrete Drohung ohne echte Gefährdung - gewissermaßen eine Drohung ohne Substanz - gehandelt habe, bestätigt. "Deshalb konne der Polizeieinsatz beendet werden."

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Vor Ort waren nach Angaben des Sprechers rund 60 Polizisten und Polizistinnen des Polizeipräsidiums Schwaben/Süd-West. "Wir wollten einfach sichergehen, dass tatsächlich keine Schülerin, kein Schüler und keine Schule einer Gefährdung ausgesetzt ist", so Stabik.

Schulen in Marktoberdorf evakuiert

Das Gymnasium Marktoberdorf veröffentlichte am Montagmorgen einen kurzen Text auf seiner Internetseite. Darin ist von einer "anonymen Bedrohung" gegenüber der Schule die Rede. Gegen 10 Uhr wurde der reguläre Unterrichtsbetrieb am Gymnasium wieder aufgenommen. Eltern wurden gebeten, ihre Kinder wieder in die Schule zu schicken. Schülerinnen und Schüler, die einen längeren Anweg mit Bus und Bahn haben und bereits wieder zuhause sind, sei es freigestellt, die Schule zu besuchen, teilt das Gymnasium mit.

Marktoberdorfer Bürgermeister sehr erleichtert

Die Polizei hatte auch den Marktoberdorfer Bürgermeister am Montagmorgen umgehend über die Gefahrensituation im Schulzentrum informiert. "Mittlerweile ist die Gefahrenlage behoben und der Schulbetrieb konnte wieder aufgenommen werden", sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell am Montagmittag. "Darüber sind wir alle sehr erleichtert!"

Großer Polizeiauflauf am Montagmorgen vor dem Schulzentrum Marktoberdorf.
Großer Polizeiauflauf am Montagmorgen vor dem Schulzentrum Marktoberdorf.
Bild: Stefanie Gronostay

Drohungen gegen Schulen und andere öffentliche Einrichtungen kommen immer wieder vor. Wenn der oder die Täter gefasst werden, müssen sie wegen Störung der öffentlichen Ordnung durch Androhung von Straftaten mit empfindlichen Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafe rechnen. Außerdem müssen sie die Einsatzkosten zahlen, die unter Umständen in den fünfstelligen Bereich gehen können.

Auch im Landkreis Fürth ist es am Montag nach einem anonymen Anruf zu einem größeren Polizei-Einsatz an einer Schule gekommen. Laut Polizei war von einem Schüler mit Waffe die Rede. Dies stellte sich jedoch als Fehlalarm heraus.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert. Stand dieser Version: 13 Uhr.