Gegendemo

Protest gegen Demonstration von Querdenken in Marktoberdorf

Gegen die Maskenpflicht für Schüler will "Querdenken" demonstrieren. Warum der Kreisjugendring Ostallgäu jetzt eine Gegendemo ankündigt.

Gegen die Maskenpflicht für Schüler will "Querdenken" demonstrieren. Warum der Kreisjugendring Ostallgäu jetzt eine Gegendemo ankündigt.

Bild: Benedikt Siegert, (Symbolbild)

Gegen die Maskenpflicht für Schüler will "Querdenken" demonstrieren. Warum der Kreisjugendring Ostallgäu jetzt eine Gegendemo ankündigt.

Bild: Benedikt Siegert, (Symbolbild)

Der Kreisjugendring Ostallgäu ruft zur Gegendemo in Marktoberdorf auf, wenn am Donnerstag die Gruppierung Querdenken gegen die Maskenpflicht demonstriert.
29.10.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Unter dem Motto „Abstand halten – gegen rechts!“ ruft der Kreisjugendring Ostallgäu (Kjr) am Donnerstag, 29. Oktober, in Marktoberdorf ab 16.30 Uhr zur Gegendemonstration anlässlich der Demo der Gruppe „Querdenken 8341-Kaufbeuren“ auf. Die Querdenken-Demo („für Maskenfreiheit unserer Schulkinder“) startet um 16.30 Uhr am Modeon. Die Gegendemonstranten wollen sich laut Kjr an der Schwabenstraße in Höhe des Landratsamtes an den Straßenrand stellen und dort mit Schildern und Ballons gegen die Spaltung der Gesellschaft und für Meinungsfreiheit demonstrieren.

"Querdenken" kritisch hinterfragen

Der Kreisjugendring appelliert an die Bürger, die Gruppierung „Querdenken“ kritisch zu hinterfragen. „Unsere Gesellschaft ist vielfältig, bunt und tolerant, und das sollte so bleiben“, heißt es von den Initiatoren der Gegendemo.

Dieselbe Querdenken-Gruppe plant am Donnerstag auch eine Kundgebung in Kaufbeuren. Der Kaufbeurer Oberbürgermeister Stefan Bosse will dort erläutern, warum er die Maskenpflicht auch für Grundschüler für wichtig und richtig erachtet. Das wiederum führte bereits im Vorfeld der Veranstaltung zu teils heftigen Diskussionen.

Warum Bosses Auftritt kritisiert wird

Mitglieder der Gruppe „Gemeinsam gegen rechts“ werfen Bosse vor, mit seinem Erscheinen bei der Kundgebung den „Boden der Demokratie zu verlassen“. Denn die Querdenker ließen sich von rechten Gruppen unterstützen. Bosse weist die Kritik entschieden zurück. Er findet es wichtig, „auf die Leute zuzugehen, die die Corona-Regeln kritisch sehen“. Sollten jedoch erkennbar rechte Gruppierungen dabei sein, werde er darauf reagieren und nicht sprechen.