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Radverkehr im Ostallgäu: So möchte der Landkreis das Radnetz verbessern

Der Landkreis Ostallgäu möchte seine Radwegenetze verbessern. Im Fokos stehen insbesondere Alltagsradler.

Der Landkreis Ostallgäu möchte seine Radwegenetze verbessern. Im Fokos stehen insbesondere Alltagsradler.

Bild: Stefanie Gronostay (Symbolfoto)

Der Landkreis Ostallgäu möchte seine Radwegenetze verbessern. Im Fokos stehen insbesondere Alltagsradler.

Bild: Stefanie Gronostay (Symbolfoto)

Der Kreis Ostallgäu arbeitet an einem Entwurf für ein verbessertes alltagstaugliches Radwegenetz. Wie das aussehen könnte und welche Ziele die Landrätin hat.
04.08.2021 | Stand: 06:31 Uhr

Der Landkreis Ostallgäu setzt die Entwicklung des Radverkehrs aktiv fort. Aus einer Mitteilung aus dem Landratsamt geht hervor, dass nicht nur das Freizeitradnetz gepflegt und weiterentwickelt werden soll, sondern auch das Alltagsradnetz aktiv angegangen wird. „Mit der Entwicklung eines Alltagsradnetzes möchte der Landkreis das Rad als attraktives Verkehrsmittel voranbringen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker. Das Fahrrad habe für die alltägliche Mobilität eine hohe Bedeutung. „Es ist umweltfreundlich, kostengünstig und schnell.“

Landrätin Zinnecker möchte Rad als Alltagsverkehrsmittel etablieren

Zur Begründung des Engagements führt der Landkreis zahlreiche Argumente auf: Das Rad hat als Verkehrsmittel viele positive Eigenschaften. Es verursacht keine Staus oder Parkplatzprobleme. Radfahren ist gesund, klimafreundlich und zum Teil schneller als das Auto. Da liege es auf der Hand, dass sich die Staatsregierung mit dem Radverkehrsprogramm Bayern 2025 das Ziel gesetzt hat, den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr zu steigern und das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel zu etablieren. „Wir möchten dieses Ziel aktiv umsetzen und haben die Initiative sofort ergriffen, um unsere Radinfrastruktur noch besser zu machen“, sagt Zinnecker.

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Radverkehr im Ostallgäu: So möchte der Landkreis das Radnetz verbessern

Damit dies gelingt, konzentriere sich der Landkreis neben einem qualitativ hochwertigen Freizeit-Radangebot für Gäste und Einheimische nun auf die Entwicklung eines Alltagsradnetzes und die Verzahnung beider Angebote. Dabei unterschieden sich die Anforderungen an das Alltagsradnetz deutlich von denen des Freizeitradnetzes. „Aufgebaut werden muss ein Netz mit direkten, durchgängigen und sicheren Radverbindungen, die die Hauptorte miteinander verbinden“, erklärt Sebastian Gries, Leiter des Fachbereichs Tourismus im Landkreis.

So geht es mit dem Entwurf weiter

Beim Freizeitradnetz stehe neben der Sicherheit und Durchgängigkeit vielmehr die Attraktivität der Landschaft und der Erlebniswert der Strecken im Vordergrund, sagt Gries.

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Im Rahmen des vom Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr initiierten Projektes „Radverkehrsnetz Bayern“ wird zunächst ein Entwurf für das Alltagsradnetz für den Landkreis Ostallgäu entwickelt und in den nächsten Wochen mit den Kommunen und Radfahrverbänden des Landkreises abgestimmt. Der Abstimmungsprozess wird dann auf bayerischer Ebene fortgeführt.

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Thomas Kolbinger vom Kommunalen Bauamt des Landkreises erläutert die wichtige Rolle dieses Schrittes: „Dieser Netzentwurf soll zeigen, in welchen Bereichen es noch Lücken für eine durchgängige Befahrbarkeit und die Erreichbarkeit von Zielen gibt.“

Der Entwurf bilde im Weiteren die Planungsgrundlage für bauliche Verbesserungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit der Radinfrastruktur und sei Grundlage dafür, das Förderprogramm „Stadt und Land“ mit seinen attraktiven Fördersätzen überhaupt in Anspruch nehmen zu können. Eine Ausschilderung des Alltagsradnetzes ist nach dem Standard der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) vorgesehen.