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Kann man trotz Demenz noch Autofahren?

Demenzkranke

Die Zahl der Demenzkranken steigt auch im Ostallgäu. Doch es gibt Hilfe, zum Beispiel bei der bayernweiten Demenzwoche.

Bild: Matthias Becker (Symbolfoto)

Die Zahl der Demenzkranken steigt auch im Ostallgäu. Doch es gibt Hilfe, zum Beispiel bei der bayernweiten Demenzwoche.

Bild: Matthias Becker (Symbolfoto)

Online-Kurse des Roten Kreuzes sollen in Marktoberdorf Erkrankten und Angehörigen rund ums Thema Demenz helfen. Wie sich die Diagnose auf Angehörige auswirkt.
19.08.2021 | Stand: 11:53 Uhr

Eine Demenz ist für Betroffene und deren Angehörige eine große Herausforderung. Sie stellt im Alltag oftmals eine starke Belastung dar. Die zweite Bayerische Demenzwoche vom 17. bis 26. September bietet eine Plattform, um vor Ort über das Krankheitsbild sowie die Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren. Das Rote Kreuz Ostallgäu ist einer der Anbieter.

Auch in Marktoberdorf laufen die Kurse online

„Wir beteiligen uns daran, weil wir die Bevölkerung für das Thema Demenz sensibilisieren, die Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen sowie deren Teilhabemöglichkeiten verbessern wollen“, sagt Annett Filser von der Fachstelle für pflegende Angehörige des BRK Ostallgäu. Sie lädt alle Interessierten zu mehreren Online-Veranstaltungen ein.

  • Depression: Diagnose – Umgang – Therapie am Dienstag, 7. September, von 17 bis 17.30 Uhr. Pflegende Angehörige haben durch ihre oft lang andauernde Pflege eines nahe stehenden Menschen selbst ein Risiko, seelisch oder körperlich zu erkranken. Doch an welchen vielfältigen Symptomen ist eine Depression erkennbar? Wie können Angehörige mit den Betroffenen umgehen und welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Depressionen gehören zu den häufigsten seelischen Erkrankungen und sind eine Gemütsstörung. Angehörige können für Menschen mit Depression eine wichtige Stütze sein. Denn Betroffenen fällt es schwer, den Alltag mit all seinen Aufgaben und Aktivitäten zu bewältigen. Die gesamte Lebensführung kann durch eine Depression beeinträchtigt werden. Referentin ist Marianne Jorde, Heilpraktikerin für Psychotherapie.
  • Demenz Partnerschulung am Montag, 20. September, von 16 bis 18 Uhr sowie am Mittwoch, 22. September, von 10 bis 12 Uhr. In dem Kurs werden neben Informationen zum Krankheitsbild Tipps zum Umgang mit Menschen mit Demenz vermittelt. Denn Menschen mit Demenz brauchen eine sensible Nachbarschaft und Umgebung, um möglichst lang zu Hause leben zu können. Außerdem gibt es Informationen zum Thema Autofahren und Demenz. Referenten sind Corinna Praetorius und Annett Filser von der BRK Fachstelle für pflegende Angehörige.
  • Nur vergesslich oder schon dement? Der Weg zur Diagnose Demenz am Donnerstag, 23. September, 14.30 bis 16 Uhr. Ein gewisser Abbau und eine Verlangsamung der kognitiven Prozesse gelten als eine normale Alterserscheinung. Das Gedächtnis ist für solche Alterungsprozesse besonders sensibel. Wichtig für die Diagnosestellung Demenz sind notwendige Untersuchungen und die Beobachtung der Symptome und deren Entwicklung. Referent für diesen Kurs ist Dr. Lukas Leitner, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.
Eine Anmeldung ist nötig bis 1. September bei der BRK-Fachstelle für pflegende Angehörige per E-Mail an die Adresse fachstelle@kvostallgaeu.brk.de oder unter Telefon 08342/966943. Dort gibt es auch nähere Informationen.

www.demenzwoche.bayern.de


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