Kröten wandern wieder

Rund um Marktoberdorf leben Frösche gefährlich

Viele Amphibien sind wieder auf Wanderschaft. Das bringt sie oft in Lebensgefahr, wenn die Autofahrer nicht aufpassen.

Viele Amphibien sind wieder auf Wanderschaft. Das bringt sie oft in Lebensgefahr, wenn die Autofahrer nicht aufpassen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolfoto)

Viele Amphibien sind wieder auf Wanderschaft. Das bringt sie oft in Lebensgefahr, wenn die Autofahrer nicht aufpassen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbolfoto)

Frösche, Kröten und Molche zieht es zu den Laichgewässern. Helfer des Bund Naturschutzes sind auf Rettungsmission. Was Autofahrer und Landwirte beitragen können.
04.04.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Milde Temperaturen, Regenfälle und kaum Bodenfrost lassen die ersten Kröten, Frösche und Molche auf Wanderschaft gehen. Die Ehrenamtlichen des Bund Naturschutz (BN) retten allein in Bayern jährlich über eine halbe Million Amphibien vor dem Straßentod.

Marktoberdorfer sollten rücksichtsvoll fahren

Nicht nur am Schapfensee bei Halblech werden wieder Amphibienzäune an Straßen aufgebaut, sondern auch rund um Marktoberdorf oder im Günztal. Helfende Hände heißt der Bund Naturschutz stets willkommen und appelliert gleichzeitig an die Autofahrer, jetzt besonders rücksichtsvoll zu fahren. Und auch Landwirte werden gebeten, auf Gülleausbringung und Wiesenpflege vor den Amphibienzäunen zu verzichten.

„Grasfrosch und Erdkröte sind sehr früh im Jahr unterwegs. Sie wandern zuerst. Teich- und Seefrosch marschieren etwas später los. Ganz genau lässt sich das aber nicht vorhersagen, denn auch Frost und Trockenheit können die Wanderung mehrmals unterbrechen“, erklärt Josef Kreuzer, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Ostallgäu-Kaufbeuren. Doch der Weg vom Winterquartier zu den Laichgewässern ist gefährlich. Oft müssten die Amphibien Straßen überqueren und liefen dabei Gefahr, massenhaft überfahren zu werden.

Immer mehr Arten sterben

„Frühe Allerweltsarten, wie der Grasfrosch, werden immer weniger und andere Arten wie die Gelbbauchunke, verschwinden gebietsweise ganz“, bedauert Kreuzer. Deshalb sei jede Hilfe wichtig. Wer die größte Artenschutzaktion unterstützen will, kann sich an die Geschäftsstelle in Kaufbeuren wenden.