Wertach und Bachtelsee

Schmierfilm auf dem Bachtelsee bei Biessenhofen: Ergebnisse erst nächste Woche

Der mutmaßliche Ölfilm auf dem Bachtelsee bei Biessenhofen (hier am Wehr) beschäftigt die Behörden weiter

Der mutmaßliche Ölfilm auf dem Bachtelsee bei Biessenhofen (hier am Wehr) beschäftigt die Behörden weiter

Bild: Markus Barnsteiner

Der mutmaßliche Ölfilm auf dem Bachtelsee bei Biessenhofen (hier am Wehr) beschäftigt die Behörden weiter

Bild: Markus Barnsteiner

Das Rätsel um den Schmierfilm-Teppich, der den Bachtelsee bei Biessenhofen verschmutzt hat, ist ungelöst. Wasserproben werden untersucht.
08.06.2022 | Stand: 06:19 Uhr

Es ist nach wie vor unklar, welche ölartige Substanz die Wertach und den von ihr gespeisten Bachtelsee in Biessenhofen (Ostallgäu) mit einem Schmierfilm verschmutzt hat. Die Flüssigkeitsproben, die die Feuerwehr am Montag und Dienstag dem See entnommen hat, wurden dem Wasserwirtschaftsamt Kempten überbracht. Nach Auskunft von Kreisbrandrat Markus Barnsteiner müssen sie aber noch im Labor ausgewertet werden. (Lesen Sie hier unsere Erstmeldung von Sonntagnacht. )

Ostallgäuer Kreisbrandrat sagt am Dienstagabend: Die Auswertung dauert noch bis nächste Woche

Je nachdem, ob dabei ein externes Labor hinzugezogen werden müsse, könne die Auswertung aber noch dauern, erklärte Barnsteiner am Dienstagnachmittag. Am Dienstagabend präzisierte er: Nach Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt werde nun das Bayerische LfU (Landesamt für Umwelt) die Proben auswerten. "Das bedeutet allerdings, dass die Ergebnisse nicht vor nächster Woche erwartet werden."

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Ölteppich auf dem Bachtelsee: Der Feuerwehr-Einsatz in Bildern

Nach wie vor gelte daher: „Solange wir nicht wissen, um welchen Stoff es sich handelt, ob es zum Beispiel Öl ist oder ob es unter Umständen irgendeine organische Reaktion gab, brauchen wir ihn nicht aus dem See abzupumpen“, sagt der Kreisbrandrat. (Lesen Sie dazu: Schmierfilm auf der Wertach und dem Bachtelsee bei Biessenhofen: Ist es überhaupt Öl? )

Ölsperre am Bachtelsee-Wehr entlang der Fließrichtung verhindert weitere Ausbreitung

Zumal die 250 Meter lange Ölsperre entlang der Fließrichtung kurz vor dem Bachtelsee-Wehr eine weitere Ausbreitung der Substanz verhindert. "Bis die Ergebnisse vom LfU vorliegen, bleibt die Ölsperre auf jeden Fall eingesetzt.", sagt der Kreisbrandrat.

Stärkere Regenfälle stellten auch kein Problem dar. „Wenn es sich um Öl handelt, löst es sich in Wasser bekanntlich nicht auf“, erklärt Barnsteiner . Beispielsweise würde die Substanz immer wieder an gleicher Stelle zusammenlaufen. Aus der Wertach bzw. dem Regenüberlaufbecken in Altdorf wurde die ölartige Substanz entfernt (wir berichteten) .

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