Marktoberdorf

Schon Erkennungsmelodie reißt Fans vom Stuhl

Paldauer

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Bild: Alfred Michel

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Bild: Alfred Michel

Schlager Wie „Die Paldauer“ im Modeon mit ihren Gassenhauern den Nerv der zahlreichen Besucher treffen
04.03.2020 | Stand: 14:27 Uhr

„Heute lassen wir es uns gut gehen, so richtig gut gehen.“ Mit dieser Liedzeile traf die Schlagerformation „Die Paldauer“ den Nerv der zahlreichen Besucher im Modeon in Marktoberdorf. Nicht nur, dass es allen gut ging – die Stimmung schwappte vom ersten Song an über auf das Publikum. Es war wie ein Heimspiel für die sympathische Truppe.

Schon allein die Erkennungsmelodie riss die ersten Fans von den Stühlen. Es wurde im Takt mit geklatscht, getanzt und mitgesungen. „Die Paldauer“, eine der erfolgreichsten Schlagerbands der Gegenwart, stehen für einmalige Stimmung, Musikalität und Bühnenpräsenz, geschulte Stimmen und unvergessene Liveauftritte. Allein das Repertoire umfasst mehr als 500 Stücke, viele davon sind Megahits und wurden mehrmals ausgezeichnet. Ob eigene Produktionen oder Stücke aus der Feder bekannter Musikproduzenten wie unter anderem Stevie Wonder: Viele der Songs animierten die Modeon-Besucher zu Freude und Spaß an der Musik.

Der Terminkalender „Der Paldauer“ ist gut gefüllt, die Tournee ist erfolgreich, von Erschöpfung oder Müdigkeit war aber im Modeon nichts zu spüren, obwohl die Band einen Tag zuvor noch in der Schweiz auftrat und ein fast dreistündiges Programm präsentierte. Das Alter scheint bei diesen sechs Herren keine Rolle zu spielen.

Der Moderator und Schlagzeuger der Truppe, Franz Griesbacher, ist Gründungsmitglied und hat seit über 50 Jahren Bühnenerfahrung. 50 Jahre „Die Paldauer“: Es ist kaum zu glauben, welche Stimmung sie noch heute auf die Bühne zaubern und so das Publikum mitziehen. „Es ist auch für uns jeden Tag eine neue Herausforderung“, sagt Bandleader Griesbacher.

Allein mit ihren Hits „Tanz mit mir Corina“, „Düsseldorfer Girl“, „Jekill & Hide“, „Amore romantica“, „Schaff mir die Hölle“, „Ich muss Dich wiedersehen“, „3000 Jahre“, Das Feuer von Rhodos“ oder „Na endlich Du“ und vielen mehr heizten sie die Stimmung an. Ein Titel jagte den anderen. „Wir hatten schon Entzugserscheinungen nach den Weihnachtskonzerten“, sagte Griesbacher, der wie seine Kollegen Anton „Toni“ Hofer, Renato Wohllaib, Dietmar „Didi“ Ganshofer und Harry Muster in jungen Jahren Gesangs- und Instrumentenausbildung hatte.

Die Vielzahl der Instrumente, die harmonischen Stimmen, das alles ist bekannt für den „Paldauer-Sound“ und das seit vielen Jahrzehnten. Ebenso das Lied, dass die bisherige Karriere der Erfolgstruppe beschreibt, wie es Griesbacher sagte: „Ein Ritt zwischen Himmel und Hölle“. Ob Balladen, Gassenhauer, spanisch-andalusischer Einschlag, Rock oder Romantik pur, es war an diesem Abend für Jeden etwas dabei. „Ich bin schon seit vielen Jahren ein Fan“, sagte ein Gast über 60. Man hätte ihn vorher eher für einen Fan der Rock- oder Popmusik gehalten. „Wir sind mit der Musik aufgewachsen, das war unsere Jugend“, schwärmte eine andere Besucherin. Es war eben der typische „Paldauer-Rhythmus“, der diesen Abend so einmalig machte.

Aber nicht nur beim Musikmachen, auch beim Autogrammschreiben und Fotografieren liefen „Die Paldauer“ zur Höchstform auf. Sie suchen die Nähe der Fans. Auch das zeichnet die erfolgreiche Band aus. Und so kamen sie nach ihrem grandiosen Auftritt kaum von der Bühne. Die Besucher verlangten immer wieder Zugaben, die sie gerne erfüllten.