In Ronsberg wird gebaut

Schule, Kita, Straßen, Einkaufen: Wie Ronsberg in seine Zukunft investiert

Das größte Bauprojekt der Marktgemeinde Ronsberg ist der Ausbau des Tagwassergrabens von der Wiesstraße zum Pommernweg, welcher sich momentan noch im Bau befindet.

Das größte Bauprojekt der Marktgemeinde Ronsberg ist der Ausbau des Tagwassergrabens von der Wiesstraße zum Pommernweg, welcher sich momentan noch im Bau befindet.

Bild: Michaela Leutherer

Das größte Bauprojekt der Marktgemeinde Ronsberg ist der Ausbau des Tagwassergrabens von der Wiesstraße zum Pommernweg, welcher sich momentan noch im Bau befindet.

Bild: Michaela Leutherer

Ronsberg steckt viel Geld in den Hochwasserschutz sowie in Straßen, Schule und Kindergarten. Wie sich die Marktgemeinde um Einkaufsmöglichkeiten vor Ort bemüht.
22.11.2022 | Stand: 15:51 Uhr

Der Schuldenstand der Marktgemeinde Ronsberg sinkt, berichtete Bürgermeister Michael Sturm in der Bürgerversammlung. Im Haushaltsplan für dieses Jahr ist eine Verschuldung von knapp 4,9 Millionen Euro Euro geplant. Das entspricht einer Pro-Kopf Verschuldung von 2852 Euro. Der Höchststand war im Jahr 2019 erreicht mit einem Schuldenstand von mehr als 5,9 Millionen Euro und einer Pro-Kopf-Verschuldung von 3488 Euro. (Lesen Sie auch: Ein Ronsberger bei der Fußball-WM: "Mario hatte auf dem Platz schon immer den Rundumblick")

Welche größeren Brocken bei den Investitionen in Ronsberg in den nächsten Jahren noch anstehen

In den nächsten Jahren stehen jedoch noch größere Investitionen aus. Die Sanierung der Oberweilerstraße und Stattstraße werde in den kommenden Jahren erfolgen. Diese wurde heuer wegen der immens gestiegenen Baukosten ausgesetzt. Weiteres sind Kanalsanierungen im Bereich der Wiesstraße, Sudetenstraße und Schlesierstraße nötig.

Bei den Investitionen im Jahr 2022 ist der größte Posten der Ausbau des Hochwasserschutzes von der Wiesstraße zum Pommernweg mit einer Summe von 758.000 Euro. Für Gemeindestraßen werden 430.000 Euro ausgegeben. Für den Kindergarten und die Grundschule werden gesamt 511.000 Euro investiert. Hier wurde ein digitales Klassenzimmer errichtet und Lüftungsanlagen eingebaut.

Einnahmen aus Steuern und Zuweisungen werden in Höhe von knapp 3,2 Millionen Euro erwartet. Für die Gewerbesteuer- und Kreisumlage müssen fast 1,56 Millionen Euro ausgegeben werden.

Was den Bürgern in Ronsberg jedoch fehlt

An der Ronsberger Bürgerbefragung beteiligten sich 232 Bürgerinnen und Bürger. Das Ergebnis war, dass sich ein Großteil von ihnen in der Günztalgemeinde wohl fühlt. Gründe dafür seien die schöne Landschaft, dass ein Kindergarten und eine Schule vorhanden sind sowie das aktive Vereinsleben. Was jedoch den Bürgern fehlt, sind Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, ein Treffpunkt wie beispielsweise ein Bürgerhaus oder mehr Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr.

Bezüglich der Einkaufsmöglichkeiten wurden nach Angaben des Bürgermeisters bereits Gespräche mit Firmen geführt. Jedoch haben diese oft Kriterien wie beispielsweise eine Einwohnerzahl von mindestens 5000 Personen. Auch die Option eines Dorfladens wurde in Betracht gezogen, jedoch sagte Sturm, dass diese immer abhängiger von den dahinterstehenden Händlern werden und daher auch ein gewisses Risiko bergen. Aktuell sei die Gemeinde noch im Gespräch mit Händlern. (Lesen Sie auch: Baustart beim Bidinger Supermarkt - in einem Jahr soll er fertig sein.)

Mit ihrer Gemeindeverwaltung sind die Ronsberger hingegen zufrieden

Mit dem Service der Gemeindeverwaltung sind die Bürger gemäß der Umfrage weitestgehend zufrieden, lediglich die Öffnungszeiten seien für viele nicht zufriedenstellend. Sturm sagte jedoch, dass es weiterhin bevorzugt wird, Termine zu vereinbaren, um Wartezeiten zu vermeiden. Aktuell ist die Verwaltung unterbesetzt. Auf die Frage ob es möglich sei, selbst auszubilden, um diese Lücke zu schließen, antwortete Sturm, dass die Gemeinde ausbilden könne, jedoch für die vakante Stelle eine mehrjährige Ausbildung nötig ist. (Lesen Sie auch: "Wie der Wolf": Die Rückkehr dieses Raubtiers macht Fischer in der Region nervös.)

Die Bürger interessierte auch, weshalb die Firma NZ Entsorgung den Betrieb auf dem ehemaligen Bully Gelände noch nicht aufgenommen hat. Sturm hat dazu im Moment keine weiteren Informationen. Die Planungen der Firma wurden wohl nochmals geändert. Ebenso wurde ein hydraulisches Gutachten durch die Firma NZ Entsorgung erstellt aufgrund des Hinweises der Gemeinde auf Überschwemmungsgefahr. Die Löschwasserversorgung wurde bereits geprüft, diese sei gesichert. Ein Erörterungstermin bei dem sich auch die Bürger informieren können, soll noch stattfinden.