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Warum Frank Kramer von seiner überragenden Zeit überrascht ist

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Frank Kramer „pflügt“ durch den Alpsee. Das Langstreckenschwimmen war der erste Wettkampf nach der Corona-Pause.

Bild: Susanne Kramer

Frank Kramer „pflügt“ durch den Alpsee. Das Langstreckenschwimmen war der erste Wettkampf nach der Corona-Pause.

Bild: Susanne Kramer

Frank Kramer aus Obergünzburg fühlt sich nach der Corona-Pause auf der Langstrecke im Großen Alpsee so richtig wohl. Doch bis dahin war es ein harter Kampf.
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Von Frank Kramer
22.08.2021 | Stand: 14:00 Uhr

Beim zweiten Alpseeschwimmen im Großen Alpsee bei Immenstadt hat Frank Kramer vom TSV Obergünzburg den sechsten Platz über die Ironman-Distanz von 3,8 Kilometer in einer Zeit von 47:37 Minuten erreicht. Insgesamt waren über diese Strecke 44 Schwimmer und Schwimmerinnen gestartet, darunter 26 Männer.

Auf den zweiten Blick ist die Zeit für 3,8 Kilometer sehr unrealistisch. Das lag an einem Vermessungsfehler. Tatsächlich hatte die Strecke nur eine Länge von circa 3,4 Kilometer. Dies bemerkte ein Teilnehmer auf seiner GPS-Uhr.

Im Wasser herrschen besten Bedingungen

Den Schwimmern boten sich bei 21 Grad Wassertemperatur und glatter Wasseroberfläche beste Bedingungen. Ein Viereckkurs von 950 Metern war viermal zu durchschwimmen. Frank Kramer hatte in der ersten Runde seinen Rhythmus noch nicht gefunden. Ab der zweiten Runde war er auf Betriebstemperatur und es lief umso besser.

Aufgrund der Schließung des Obergünzburger Hallenbades von November bis zum Frühsommer konnte er nicht ins Wasser. Umso zufriedener war der 49-jährige Schwimmer mit seiner Leistung im Alpsee. Die Grundlage fürs Schwimmen war zwar da, jedoch fehlten sechs Monate Training. Deshalb hat er sich intensiv auf das Langstreckenschwimmen vorbereitet. Die beiden Wochen vor dem Wettkampf war er jeden Tag im Wasser und legte dabei insgesamt 25 Kilometer zurück. „Das Wasser ist einfach mein Element“, sagt er.

Schwimmer aus Obergünzburg fängt früh an

Genau vor 40 Jahren machte er mit den Obergünzburger Schwimmern unter Trainer Tristan Haunstetter die ersten Wettkampferfahrungen im Wasser. Denn 1981 mit gerade mal neun Jahren bestritt er seinen ersten Schwimmwettkampf über 100 Meter Brust. Danach sollten noch zahlreiche Wettkämpfe für den TSV Obergünzburg folgen. Mit 18 Jahren absolvierte Kramer seinen ersten Triathlon und finishte außerdem insgesamt achtmal auf der Langstrecke, dem sogenannten Ironman über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen.

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Im Alpsee konnte er sich ganz und gar auf das Schwimmen, seiner Lieblingsdisziplin, konzentrieren. „Es war schon etwas ungewohnt, nach dem Schwimmen einfach aufzuhören“, sagt er, denn beim Triathlon hätte er schnell auf die zweite Disziplin, das Radfahren, wechseln müssen.

In den nächsten Wochen stehen weitere Langstreckenschwimmen auf seinem Plan.