Erste Hilfe im Notfall

So schnell sind die First Responder in Lengenwang tatsächlich

Die Bilanz der First Responder-Gruppe Seeg-Lengenwang ist beeindruckend. Noch mehr staunte der Gemeinderat in Lengenwang, wie schnell die Ehrenamtlichen helfen können.

Die Bilanz der First Responder-Gruppe Seeg-Lengenwang ist beeindruckend. Noch mehr staunte der Gemeinderat in Lengenwang, wie schnell die Ehrenamtlichen helfen können.

Bild: Felix Hörhager, dpa (Symbolfoto)

Die Bilanz der First Responder-Gruppe Seeg-Lengenwang ist beeindruckend. Noch mehr staunte der Gemeinderat in Lengenwang, wie schnell die Ehrenamtlichen helfen können.

Bild: Felix Hörhager, dpa (Symbolfoto)

Die Zahl der Einsätze der First Responder ist gestiegen. Vor allem an Wochenenden sind sie rund um die Uhr einsatzbereit. Was der Bürgermeister dazu sagt.
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Von Annerose Schmalholz
07.02.2022 | Stand: 09:00 Uhr

Eine beachtliche Bilanz über ihre Einsätze hat die Führungsmannschaft des First Responder Seeg-Lengenwang dem Gemeinderat Lengenwang in dessen Sitzung vorgelegt. Die Erste-Hilfe-Einheit vor Ort verfügt über speziell ausgebildete Helfer und ein Fahrzeug mit Notfallausrüstung. Die Gruppe überbrückt bei Notfällen die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Das Fahrzeug sowie die Erstausrüstung wurden von den Gemeinden Seeg und Lengenwang finanziert.

Die First Responder sind 2021 häufiger im Einsatz als im Vorjahr

Johannes Schweitzer aus Seeg, Leiter der First Responder Seeg-Lengenwang, sprach von 92 Einsätzen im vergangenen Jahr, 38 mehr als im Jahr davor, in dem allerdings zwei Monate wegen Corona pausiert werden musste. Die Ersthelfer wurden von der Rettungsleitstelle überwiegend zu Einsätzen mit internistischen Hintergründen gerufen, aber auch zu elf Verkehrsunfällen sowie zu sechs Kindernotfällen.

Die Alarmierung durch die Rettungsleitstelle erfolgt stets, sobald die freiwilligen Helfer mit ihrem Fahrzeug deutlich schneller als die öffentlichen Rettungsdienste vor Ort sein können. So betrug der Zeitvorteil der First Responder im vergangenen Jahr durchschnittlich neuneinhalb Minuten. Das Einsatzgebiet erstreckte sich in diesem Zeitraum auf 20 Gemeinden, wobei der Schwerpunkt bei den Kommunen Seeg, Lengenwang, Roßhaupten und Wald lag.

Diese Ausbildung haben die Helfer vor ihrem Einsatz absolviert

Der First Responder Seeg-Lengenwang ist organisatorisch der Freiwilligen Feuerwehr Seeg mit dem Kommandanten Peter Rietzler zugeordnet. Leiter der Untereinheit First Responder ist Johannes Schweitzer aus Seeg, sein Stellvertreter Bastian Hitzelberger aus Lengenwang. Aktuell sind 32 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, die alle die Ausbildung zum Sanitätshelfer durchlaufen haben. Zur Festigung und Ausbau des Wissens finden im 14- tägigen Rhythmus Ausbildungsabende statt. Hinzu kommen zwei Schwerpunkttage der Ausbildung mit externen Referenten zu wechselnden Themen.

Mit den hoch motivierten Helfern wurde eine Einsatzbereitschaft für alle Wochenenden von Freitag 18 Uhr bis Montag 6 Uhr sowie für alle Feiertage sichergestellt. Zusätzlich – allerdings ohne Vorgabe – war der First Responder praktisch jede Nacht für Einsätze abrufbar.

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Bürgermeister Albert Schreyer dankte auch im Namen des gesamten Gemeinderates der Führungsriege sowie allen freiwilligen Helfern für diesen außerordentlich wichtigen Dienst am Nächsten. Er sagte weiterhin die volle Unterstützung der Gemeinde zu.

Die letzte Entscheidung liegt beim Landratsamt

Auch Bauanträge standen auf der Tagesordnung. So wurde der Neubau eines Austragshauses mit einer Einliegerwohnung im Weiler Sigratsbold im Rahmen einer Hofaussiedlung beantragt. Dieses Bauvorhaben befindet sich im Außenbereich und liegt deshalb in der Entscheidungskompetenz des Landratsamtes. Der Gemeinderat könne mit der Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens lediglich seine Zustimmung signalisieren, hieß es. Dieses Bauvorhaben ist bereits weitgehend mit den Entscheidungsträgern des Landratsamtes abgestimmt. So soll der Rohbau des Austragshauses nach Möglichkeit fertiggestellt sein, bevor die geplanten Bauarbeiten an der Staatsstraße 2008 beginnen. Das gemeindliche Einvernehmen für dieses Bauvorhaben wurde vom Gemeinderat einstimmig erteilt.

Der zweite Bauantrag betrifft den Neubau eines Einfamilienhauses am Kugelberg. Weil die Vorgaben des Bebauungsplans eingehalten werden, erteilte der Gemeinderat die Genehmigung.

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