Blumenherzen für Heimbewohnerinnen

So viele Blumen wie möglich: Marktoberdorferin sucht wieder Mitmacher für Muttertags-Aktion

Mo Muttertag

Ein Herz für Seniorinnen: So sahen zwei der Blütenkunstwerke bei der Muttertags-Aktion vor dem Gulielminetti-Heim in Marktoberdorf im Vorjahr aus.

Bild: Heidenthal-Laddasch

Ein Herz für Seniorinnen: So sahen zwei der Blütenkunstwerke bei der Muttertags-Aktion vor dem Gulielminetti-Heim in Marktoberdorf im Vorjahr aus.

Bild: Heidenthal-Laddasch

Muttertag: Die Marktoberdorferin Ulrike Heidenthal-Laddach will mit einem Blütenteppich Altenheimbewohnern eine Freude machen. Wie sie das bewerkstelligen will.
04.05.2021 | Stand: 13:00 Uhr

Blüten für Seniorinnen, die Zweite: Am Sonntag ist Muttertag, der Tag, an dem viele Menschen ihre (Groß-)Mütter mit Blumengeschenken erfreuen. Doch was ist, wenn die Mamas im Seniorenheim leben – und vielleicht kaum Kontakt zu Angehörigen haben? Hier setzt die Muttertagsaktion von Ulrike Heidenthal-Laddach an.

Die Marktoberdorferin will erneut den Gulielminetti-Heimbewohnern zum Muttertag ein Lächeln ins Gesicht zaubern, indem sie sie mit einem bunten Blütenteppich am Sportplatz-Rasen vor ihren Fenstern im Heim erfreut. Die gleiche Aktion hatte sie schon im vergangenen Jahr zum Muttertag gestartet.

Sie denkt, dass ihre Muttertagsaktion auch heuer Sinn macht, obwohl Besuche im Altenheim im gewissen Rahmen wieder möglich sind. „Es ist immer noch Corona“, sagt die 61-Jährige. Das heißt, viele Leute seien immer noch viel allein im Heim, zumal immer noch viel weniger gemeinschaftliche Aktivitäten der Bewohner als vor der Pandemie stattfinden könnten. „Außerdem gibt es doch – unabhängig von Corona – immer mehr Senioren, die keine Angehörigen haben.“

(Lesen Sie auch: Bedeutung und Geschichte: Warum wir Muttertag feiern)

Den Marktoberdorfer Heimbewohnerinnen schon "von Weitem" eine Freude machen

„Ich hoffe, dass ich ihnen mit meiner Aktion deshalb von Weitem eine kleine Freude bereiten kann“, sagt Ulrike Heidenthal-Laddasch. Denn schon von den Fenstern aus können die Bewohner des Gulielminetti-Pflege- und Seniorenheims den Rasen gut sehen.

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Ihre Muttertagsüberraschung läuft so wie im Vorjahr: Jeder, der mitmachen will, kauft blühende Tulpen, Rosen oder andere Blumen oder pflückt welche in seinem Garten und legt die Blüten am Sonntag auf den Sportplatz-Rasen gegenüber dem Seniorenheim – auf eine Fläche dort, die Heidenthal-Laddasch am Vortag kennzeichnet.

Sie will auf dem Sportplatz "ein schönes Blumenbild erzeugen"

Sie selbst will bereits am frühen Samstagabend den Anfang machen: „Ich will schon am Samstag ein schönes Blumenbild erzeugen, an dem sich die Leute, die mitmachen, am Sonntag orientieren können.“ Das ist ihr auch einen sehr großen Blumeneinkauf wert. Sonst spende man ja auch für alles Mögliche, meint die Marktoberdorferin.

Eine Marktoberdorferin will am Sonntag zu Muttertag im zweiten Jahr in Folge Heimbewohner mit einem Blütenteppich erfreuen. Dafür sucht sie viele Mitstreiter.
Eine Marktoberdorferin will am Sonntag zu Muttertag im zweiten Jahr in Folge Heimbewohner mit einem Blütenteppich erfreuen. Dafür sucht sie viele Mitstreiter.

Sie ist froh, dass der TSV Marktoberdorf mit der Neuauflage ihrer Muttertagsaktion einverstanden ist. Ihr Mann Herbert, der TSV-Platzwart ist, mache im Nachgang den Rasen auch wieder sauber, versichert Heidenthal-Laddasch. Damit sich zum Blumenauslegen am Sonntag übrigens nicht zu viele Leute zur gleichen Zeit am gleichen Ort versammeln, sagt sie absichtlich keine Uhrzeit. Jeder kann die Blüten auf dem Rasen ablegen, wann er will.

Die Organisatorin rät: Lieber Blumen-Blüten als ganze Blumen streuen

Wie viele Mitmacher es diesen Sonntag geben wird, weiß die Organisatorin heute natürlich noch nicht. Im vergangenen Jahr gab es bei der Muttertagsaktion aber, wie berichtet, viele Teilnehmer. Auch die Resonanz auf Facebook war sehr positiv. „Und die Heimbewohner haben sich so gefreut“, berichtet Heidenthal-Laddasch. Viele hätten vom Fenster aus heruntergerufen, die Blumen seien so schön und die Aktion habe ihr Herz berührt.

Mitmachern rät sie noch, lieber nur nur Blüten als ganze Blumen zu verteilen. Und zwar nicht nur, weil es das Aufräumen nach dem Ende der Aktion erleichtere. „Wichtig sind doch bunte Blüten. Das Grüne sieht man eh nicht auf dem grünen Rasen.“ Einigen Marktoberdorfern ist Heidenthal-Laddasch übrigens auch von einer anderen Corona-Aktion vertraut. Im April 2020 hängte sie, wie berichtet, selbst genähte Mund- und Nasenmasken zum Mitnehmen an ihren Gartenzaun.

(Lesen Sie dazu auch den letztjährigen Artikel zum Thema: Tolle Idee - Marktoberdorerin sucht Mitmacher für Muttertags-Aktion.)