TSV Aitrang saniert

So vollzieht der TSV Aitrang die Energiewende und spart dabei

Auf dem Dach liegt eine große Fotovoltaikanlage. Auch sie gehört zum Konzept Energiewende, das der TSV Aitrang bei seiner Sporthalle umgesetzt hat.

Auf dem Dach liegt eine große Fotovoltaikanlage. Auch sie gehört zum Konzept Energiewende, das der TSV Aitrang bei seiner Sporthalle umgesetzt hat.

Bild: Reiner Reschke

Auf dem Dach liegt eine große Fotovoltaikanlage. Auch sie gehört zum Konzept Energiewende, das der TSV Aitrang bei seiner Sporthalle umgesetzt hat.

Bild: Reiner Reschke

Der Aitranger Verein bringt die Sporthalle auf Vordermann und spart dabei schneller als zunächst erwartet. Was umgestellt wurde und wie es finanziert wird.
23.11.2022 | Stand: 11:49 Uhr

Strom, Öl, Gas: Alles wird teurer und zwingt zum Handeln. Der TSV Aitrang hat schon rechtzeitig vor dem Preissprung damit begonnen, in die Energiewende zu investieren. Nun ist das Projekt beendet.

Im Rahmen der dritten Stufe zur Sanierung der Turnhalle hat sich der Verein dank Förderungen durch den BLSV, den Landkreis, die Gemeinde und den Schulverband Aitrang-Ruderatshofen 2020 entschlossen, die mit Heizöl betriebene Heizungsanlage zu ersetzen sowie in diesem Jahr auf der Grundlage einer schon 2009 installierten PV-Anlage auf Eigenstromnutzung umzustellen.

Glück gehabt: TSV Aitrang schließt langfristigen Vertrag zum Festpreis

Der Entscheidung zum Ersatz der Heizungsanlage und Anbindung an das Nahwärmenetz der Aitranger Biogas GmbH fiel vor zwei Jahren bei einem damaligen Bezugspreis von Heizöl von etwa 70 Cent pro Liter. Aktuell liegt er fast doppelt so hoch. Der Bezugspreis durch die Aitranger Biogas wurde 2020 für Lieferungen bis Ende 2027 zum Festpreis vereinbart. Angesichts der Preisentwicklung beim Öl „erübrigt sich eine weitere kritische Diskussion zu der damals getroffenen Entscheidung“, sagt Reiner Reschke, als Ausschussmitglied des TSV am Projekt beteiligt.

Davon profitiere auch die Gemeinde, weil die Betriebskosten nicht so hoch ausfallen wie ohne Sanierung. Wegen langfristiger Vereinbarungen, dass in der Halle der Breitensport für die Bevölkerung angeboten wird und sie auch für den Schulsport des Schulverbandes Aitrang-Ruderatshofen zur Verfügung steht, hat die Gemeinde das fast 42.000 Euro teure Projekt zum Großteil unterstützt.

Wie der Verein Fotovoltaik noch besser nutzt

Auch die Entscheidung, die PV-Anlage mit einem 13,8 kWh Solarspeicher nachzurüsten, zahlt sich aus. Dadurch verringere sich der Bezug von Strom aus dem Netz um 80 Prozent, so Reschke. Zur Beschaffung und Installation sind Kosten in Höhe von 14.500 Euro entstanden, die die Gemeinde bezuschusst. Auch diese Entscheidung sei richtig gewesen, sagt Reschke, und die Investition amortisiere sich schneller als erwartet. Die Berechnung fußt auf dem damaligen Preis von 30 Cent pro Kilowattstunde. Nun liegt er bei 42,5 Cent.

In diesem Zusammenhang freue es den TSV auch, dass die Gemeinde in der Nähe der Turnhalle eine Notstromversorgung erwägt. Damit sollte es möglich sein, den Betrieb der Turnhalle mit Licht und Heizung auch bei Wegfall der öffentlichen Stromversorgung fortzusetzen.

Was die Sanierung der Sporthalle für die Mitglieder des TSV zur Folge hat

Auf Grund der Maßnahmen, die einen Anstieg der Betriebskosten verhindern sollen, plant der TSV zurzeit keine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, sagt der Vorsitzende. Der Verein orientiere sich an den vom BLSV vorgegebenen Mindestbeiträgen, um die Förderung zukünftiger Vorhaben durch den Landessportverband zu sichern.

Reschke und Vorsitzender Ralf Großmann dankten der Gemeinde Aitrang, besonders Bürgermeister Michael Hailand, für die konstruktive Zusammenarbeit. Dank der Förderungen von verschiedener Seite sei der TSV in der Lage, den dritten Abschnitt des Sanierungsprojekts ohne neue, langfristige Darlehen zu realisieren.

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