Baubeginn für Millionenprojekt

Spatenstich für die Ortsumgehung: Jetzt rollen in Ruderatshofen die Bagger

Spatenstich

Beim Spatenstich für die Umgehung in Ruderatshofen: Manfred Pfeiffer (Amt für ländliche Entwicklung), MdL Angelika Schorer, Bürgermeister Johann Stich, Landrätin Maria Rita Zinnecker, Brigitte Schröder (Firma H. Schmid), Thomas Stöckle (Kommunales Bauamt).

Bild: Heinz Budjarek

Beim Spatenstich für die Umgehung in Ruderatshofen: Manfred Pfeiffer (Amt für ländliche Entwicklung), MdL Angelika Schorer, Bürgermeister Johann Stich, Landrätin Maria Rita Zinnecker, Brigitte Schröder (Firma H. Schmid), Thomas Stöckle (Kommunales Bauamt).

Bild: Heinz Budjarek

Der Bau der Umgehung für Ruderatshofen und Apfeltrang hat begonnen. Für die Straße sind 22,5 Millionen Euro vorgesehen. Warum das Mammutprojekt so wichtig ist.
22.05.2021 | Stand: 05:00 Uhr

Mit dem Spatenstich hat am Freitag der 22,5 Millionen Euro teure, fünf Kilometer lange Bau der Ortsumfahrung Ruderatshofen begonnen. „Zur unbändigen Freude“ aller Beteiligter, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker. „Indem wir die Kreisstraße OAL 7 neubauen, wird es uns gelingen, Ruderatshofen und Apfeltrang endlich vom Verkehr zu entlasten“, sagte Zinnecker. Beide Orte seien mit 5000 Kraftfahrzeugen pro Tag über Gebühr vom Durchgangsverkehr betroffen. Im Dezember 2023 soll der Bau abgeschlossen sein.

Die Landrätin sagt: "Dadurch fällt der unfallträchtige Bahnübergang in Ruderatshofen weg"

Die Landrätin ging auf den mit der Umgehung neu entstehenden Kreisel am Knotenpunkt zwischen OAL 5 und OAL 7 ein, den Neubau von 800 Metern Ortsverbindungsstraße, die zwei geplanten neuen Brücken und die neue Bahnbrücke. „Dadurch wird der unfallträchtige Bahnübergang in Ruderatshofen wegfallen“, sagte Zinnecker. Für die Maßnahme sind 2,5 Hektar Ausgleichsfläche nötig. Zwei Kilometer Amphibienleiteinrichtungen entlang der OAL 7 und eine Schutzwand für Fledermäuse werden gebaut.

(Lesen Sie dazu auch: Baubeginn der Ortumfahrung Ruderatshofen. 42 Jahre von der Idee bis zum Spatenstich - Warum die Umfahrung erst jetzt gebaut wird.)

Die Landrätin sprach über die mehr als sechs Millionen Euro, die den Landkreis das Projekt koste, und würdigte die hohen Summen, die der Freistaat beisteuere (10,7 Millionen Euro) sowie die Bahn (5,5 Millionen). Sie rief erneut in Erinnerung, dass es sich bei der Umgehung um eines der größten Bauprojekte handle, die der Landkreis je begonnen habe, und um ein Mammutprojekt mit 42-jähriger Vorgeschichte. 43 Grundeigentümer sind von der Baumaßnahme betroffen.

Der Ruderatshofener Bürgermeister lobt: "Die Grundstückseigentümer haben das große Ganze gesehen."

Hier hakte Bürgermeister Johann Stich ein. Er hob den Erfolg des Planfeststellungsverfahrens hervor, das die Gemeinde 200 000 Euro kostete, und die „Tatsache, dass die Grundeigentümer am Ende nicht das eigene Wohl, sondern das große Ganze gesehen haben“. Stich bedankte sich im Namen des Gemeinderats für das Engagement des Landratsamtes bei den Grundstücksverhandlungen und die „riesige Investitionssumme“.

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Spatenstich für die Umgehung Ruderatshofen

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Einmal mehr betonte er, wie wertvoll die Umgehung für die Lebensqualität der Ruderatshofener sei und welche Chancen sie für die Dorfentwicklung biete. Stich geht davon aus, dass gerade für Apfeltrang und Leichertshofen die Verkehrsentlastung durch die Umgehung enorm sein wird und auch in Ruderatshofen selbst der Verkehr um 55 Prozent zurückgeht. Zudem sagte Stich, wie wichtig es sein, nun noch den Lückenschluss beim Radweg gemeinsam mit dem Landkreis anzugehen.

Die Abgeordnete hebt die hohen Zuschüsse durch den Freistaat Bayern hervor

Landtagsabgeordnete Angelika Schorer hob die hohen Zuschüsse durch den Freistaat hervor („Gesamtfördersatz: bis zu 70 Prozent“). Manfred Pfeiffer vom Amt für ländliche Entwicklung versprach die weitere Hilfe seiner Behörde bei der Neuordnung der Flurstücke nach dem Straßenneubau sowie bei der weiteren Ortsentwicklung.

(Lesen Sie dazu auch: Braucht Kraftisried eine Umfahrung?)