Kultur

Theatersaison im Mobilé Marktoberdorf startet: Diese Stücke stehen auf dem Programm

Das Mobilé Marktoberdorf startet nun wieder in die Theatersaison. Ganz verschiedene Stücke stehen auf dem Programm. Theaterbesucher können gespannt sein.

Das Mobilé Marktoberdorf startet nun wieder in die Theatersaison. Ganz verschiedene Stücke stehen auf dem Programm. Theaterbesucher können gespannt sein.

Bild: Stefanie Gronostay

Das Mobilé Marktoberdorf startet nun wieder in die Theatersaison. Ganz verschiedene Stücke stehen auf dem Programm. Theaterbesucher können gespannt sein.

Bild: Stefanie Gronostay

Das Mobilé Marktoberdorf bringt ganz unterschiedliche Stücke auf die Bühne. Lustige und ernste Themen stehen auf dem Programm. Alle Infos.
22.04.2022 | Stand: 16:09 Uhr

Es geht wieder los im Mobilé Marktoberdorf. Die Theaterschule hat für die kommenden Monate spannende Inszenierungen auf dem Programm und zudem spielfreudige Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne stehen. Dabei ist für Groß und Klein etwas geboten.

In der aktuellen Theatersaison widmet sich das Mobilé sowohl Märchen, als auch ernsteren Themen. Lucia Golda, die Leiterin der Theaterschule, erklärt, wovon die Stücke handeln:

  • Kürbisien: Die Geschichte handelt von dem Gärtner Willi Radieschen, der in seinem Riesenkürbis um die Welt reist. Willi Radieschen landet schließlich auf einer Südseeinsel. Dort lernt er die Einheimischen kennen. Ein Stück mit viel Bewegung und Pantomime über den Wert von Neugier, Offenheit und Toleranz. Ein „bewegtes“ Theaterstück für Zuschauerinnen und Zuschauer ab fünf Jahren. Das Ensemble ist zwischen acht und zwölf Jahren alt.
  • Schattenmensch: In einem Land, dessen König ein Theater führte, die Froschkönigin um die Ecke wohnt und die schöne Prinzessin Fantasie wie aus dem Nichts erscheint und wieder verschwindet, verliert ein Gelehrter seinen Schatten. Als er ihn Jahre später wieder trifft, hat dieser menschliche Gestalt angenommen und ist im Staatsapparat ein hohes Tier. Eine Parabel über Macht und Machthunger. Ein schräge Märchenadaption aus dem Russischen. Das Ensemble ist zwischen 20 und 70 Jahren alt.
  • Frosch und König: Prinzessin Gloria ist genervt. Der Forgensee wurde noch nicht geheizt, Jetski fahren interessiert sie nicht und dann kommen auch noch ihre nervigen Tanten zum Kaffeetrinken aufs Schloss. Doch der Tag entwickelt sich anderes. Ausgerechnet ein sprechender Frosch hilft ihr aus der Patsche. Aber jetzt wird sie ihn nicht mehr los. Da wünscht sie sich doch fast die kaffeetrinkenden Tanten zurück. Frei nach dem Märchenklassiker Froschkönig, geeignet für Zuschauer ab fünf Jahren. Das Ensemble des Theist zwischen fünf und 14 Jahren alt.
  • „Die Suche nach der Frauenrolle“: So betitelt Monika Schubert ihr neuestes Theaterspiel. Es beschäftigt sich nur unterschwellig mit dem ewigen Thema des Geschlechterkampfs und durchforstet klassische und aktuelle Theaterstücke, in denen die Frauen die Hauptrolle spielen. Die Auswahl ist bekanntlich gering. Von der griechischen Antike, über „Yvonne, die Burgunderprinzessin“ bis hin zu Fassbinders „Katzelmacher“ spannt die Collage einen faszinierenden, humorvollen Bogen der internationalen Theater-Literatur. Gestöbert wird dabei nicht im Archiv der „Hitliste“, sondern in den weniger bekannten Stücken. Der Mann kommt dabei nicht zu kurz, aber er spielt keine so große Rolle, selbst wenn er in „Sojas Wohnung“ als fieser Hausverwalter auftritt, oder sich als kurfürstlicher Hofrat Stapf in der Johannisnacht von Kunigunde verführen lässt.
    Auch der italienische Cavaliere Ripafratta verliert gegen die Wirtin Mirandolina und das Mädchen Elsa widersetzt sich dem alleinherrschenden Drachen und verlässt mit „Lanzelott, dem Mädchenretter“ das Land, beziehungsweise die Bühne. Köstlich fädeln sich Szenen ineinander und landen ab und zu sogar in der Heimatgeschichte bei Genoveva Brenners Vita, die sich mit Weber und Mozart durch die Musik verbindet.
    Und Musik spielt in diesem Stück auch eine wichtige Rolle: Sie bildet den Kitt zwischen verschiedensten Epochen. Ob die Frauen auf der Suchen nach der richtigen Rolle fündig werden, zeigt sich erst am Schluss.
    Es spielen die „Mobilé-All-Stars“ Minni Kirchner, Julia Kainzbauer, Jessica Biehl, Tobias Guggemos, Moritz Jankowski, Jonas Hafner und Wolfang Friedl. Die musikalische Begleitung übernimmt Patrick Lutz. Text, Inszenierung und Regie hat Monika Schubert inne. Wer das Stück sehen will, sollte schnell sein. Es gibt nämlich nur drei Aufführungen. Reservieren lohnt sich.

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