Marktoberdorf

Ticket nach Tokio

Schwimmen Marius Kusch erreicht die Olympia-Norm. Über 100 Meter Schmetterling will er ins Finale
13.03.2020 | Stand: 16:42 Uhr

„Damit habe ich mir meinen Kindheitstraum erfüllt.“ Marius Kusch jubelt und ist einfach nur glücklich. Der Wahl-Marktoberdorfer hat das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio (24. Juli bis zum 9. August) gelöst. Über seine Paradestrecke, die 100 Meter Schmetterling, hat der Schwimmer die Norm geschafft.

Über zwei Lagen gemeldet

Der 26-Jährige schwamm in Iowa Des Moines bei der TYR Pro Swim Serie, veranstaltet von USA Swimming. Es war ein vom Schwimmweltverband FINA als Olympiaqualifikation zugelassener Wettkampf. Gemeldet hatte Kusch über die olympischen Lagen 100 Meter Freistil und 100 Meter Schmetterling.

Als Erstes ging er in der Freistil-Disziplin an den Start. Zwar verpasste er die Normzeit von 48,50 Sekunden, doch kraulte er mit 49,35 Sekunden ins A-Finale. Dort steigerte er sich noch einmal auf 49,15 Sekunden. Dies ist die momentan schnellste Zeit eines deutschen Athleten auf dieser Strecke. Deshalb gilt Kusch als ein Kandidat für die olympische 4x100 Meter Freistilstaffel.

Dritter hinter Weltmeister

Am Tag darauf folgte Kuschs Paradedisziplin, die 100 Meter Schmetterling. Dabei ließ der Kurzbahn-Europameister über diese Strecke nichts anbrennen und knackte die Olympianorm von 51,80 Sekunden deutlich. Er schlug nach 51,54 Sekunden an. Auch im A-Finale blieb er mit 51,68 Sekunden noch einmal unter der geforderten Norm. Mit dieser Zeit empfahl er sich nicht nur für einen Einzelstart, sondern ebenfalls für die olympische Lagenstaffel. Kusch wurde Dritter hinter Weltmeister Caeleb Dressel (50,92) und Michael Andrew (51,33/beide USA).

Damit ist Marius Kusch nun der siebte deutsche Schwimmer, der eine olympische Norm unterboten hat. Sein Stammverein ist die SG Essen. Allerdings trainiert er seit geraumer Zeit an der Queens University of Charlotte in North Carolina/USA, für die er ein Stipendium erhielt, um die Olympia-Norm zu schaffen.

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„Nun wird weiter hart gearbeitet, damit ich in Tokio meine persönliche Bestzeit noch einmal puschen kann“, sagt Kusch. „Hier ist es definitiv mein Ziel, das olympische Finale zu erreichen.“(az)

www.mariuskusch.de