Thema Wohnen

Tipp des Landratsamtes Ostallgäu: Wer sein Dachgeschoss ausbauen will, hat es jetzt leicher

Rechtlich vereinfacht: Der Umbau eines Dachgeschosses für Wohnzwecke ist seit Februar leichter möglich.

Rechtlich vereinfacht: Der Umbau eines Dachgeschosses für Wohnzwecke ist seit Februar leichter möglich.

Bild: stock.adobe.com

Rechtlich vereinfacht: Der Umbau eines Dachgeschosses für Wohnzwecke ist seit Februar leichter möglich.

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Leichter Wohnen unterm Dach: Für das Umbauen im Obergeschoss gelten seit ein paar Wochen neue Regeln. Was man laut Landratsamt Ostallgäu dabei beachten muss.
23.02.2021 | Stand: 11:07 Uhr

Den Umbau eines Dachgeschosses zu Wohnzwecken einschließlich der Errichtung von Dachgauben hat der Staat seit Februar baurechtlich vereinfacht. Darauf weist das Landratsamt Ostallgäu hin. Dies erleichtert es, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Das Landratsamt Ostallgäu weist aber zugleich darauf hin, dass die Baugenehmigung bei diesem Verfahren zwar grundsätzlich entfällt, die Bauherrn allerdings die für eine Genehmigungsfreistellung erforderlichen Unterlagen bei der Gemeinde einreichen müssen.

Der Bauherr garantiert dafür, dass allle Vorschriften eingehalten werden

Eine Prüfung vonseiten des Landratsamtes gibt es nicht mehr. Dennoch bleiben die gesetzlichen Anforderungen an die Zulässigkeit des Bauvorhabens unberührt. Der Bauherr und die von ihm beauftragten Personen müssen in eigener Verantwortung gewährleisten, dass alle planungs- und ordnungsrechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Die Verantwortung für die Richtigkeit der Bauplanunterlagen hat damit allein der Bauherr.

So muss sich das Vorhaben hinsichtlich der Anzahl der Geschosse und der Wandhöhen in die Umgebungsbebauung einfügen. Flucht- und Rettungswege müssen vorgehalten werden ebenso wie die notwendige Anzahl an Stellplätzen.

Barrierefreiheit, Brandabstände und Co. sind einzuhalten

Der Bauherr muss gegebenenfalls auch die Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllen und die Abstandsflächen sowie Brandabstände einhalten. Falls notwendig, braucht man eine denkmalrechtliche Erlaubnis, betont das Landratsamt. Die Nachweispflicht hinsichtlich Standsicherheit und Brandschutz gilt auch für Vorhaben im Genehmigungsfreistellungsverfahren.

Landratsamt: Dachgauben dürfen keine zu großen Dimensionen haben

Bei Gauben ist darauf zu achten, dass sie nicht zu groß dimensioniert sind, da dies sonst negative Auswirkungen auf die Größe der Abstandsflächen und die Frage der Geschossigkeit haben kann. Zudem ist bei Gauben zu beachten, dass neu zu errichtende Gauben künftig immer abstandsflächenpflichtig sind. Erleichterungen für kleinere Gauben bis fünf Meter Breite sieht die neue Novelle der Bayerischen Bauordnung nicht mehr vor, heißt es vonseiten des Ostallgäuer Landratsamtes.

Mit den Bauarbeiten darf frühestens einen Monat nach der Vorlage der Unterlagen bei der Gemeindeverwaltung begonnen werden, sofern die Gemeinde nicht erklärt, dass für das Bauvorhaben ein Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll. Dann ist – wie bisher – eine Baugenehmigung einzuholen.

Das Landratsamt in Marktoberdorf hilft bei Fragen weiter

Das Landratsamt Ostallgäu in Marktoberdorf steht beratend zur Verfügung, um bereits im Vorfeld Fragen zur Zulässigkeit des Bauvorhabens zu klären.