Hotels im Ostallgäu gut gebucht

Tourismus: Das Ostallgäu hofft, mit einem "blauen Auge" aus dem Corona-Jahr zu kommen

Das Ostallgäu (hier die Pöllatschlucht) wird bei Gästen immer beliebter. Warum diesem Trend offenbar auch Corona nicht viel anhaben konnte.

Das Ostallgäu (hier die Pöllatschlucht) wird bei Gästen immer beliebter. Warum diesem Trend offenbar auch Corona nicht viel anhaben konnte.

Bild: Benedikt Siegert

Das Ostallgäu (hier die Pöllatschlucht) wird bei Gästen immer beliebter. Warum diesem Trend offenbar auch Corona nicht viel anhaben konnte.

Bild: Benedikt Siegert

Tourismusverband geht von überschaubaren Rückgängen im Corona-Jahr aus und freut sich über gute Gästezahlen 2019. Warum das Ostallgäu dennoch umdenken will.
14.10.2020 | Stand: 08:40 Uhr

Zwei gute Nachrichten hatten die Ostallgäuer Tourismusverbands-Vorsitzende Maria Rita Zinnecker und ihr Geschäftsführer Robert Frei bei der Jahresversammlung des Verbandes im Gepäck. Mit 4,7 Millionen Übernachtungen und fast 1,5 Millionen Gästen – sowie 613 Millionen Euro touristischem Umsatz – verzeichnet das Ostallgäu für 2019 erneut ein Rekordjahr.

Außerdem, so sagte die Landrätin, seien die Übernachtungszahlen im Pandemiejahr 2020 „längst nicht so schlecht wie befürchtet“, ganz im Gegenteil. (Lesen Sie auch: Gemeinden im Ostallgäu wollen beim Tourismus neue Wege gehen)

Tourismus im Ostallgäu während Corona-Pandemie mit blauem Auge davongekommen

Der scheidende Geschäftsführer Robert Frei sagte sogar explizit, „dass wir im Ostallgäu heuer letztlich mit einem blauen Auge davonkommen werden, falls nicht noch ein zweiter Lockdown kommt“. Zwar werde 2020 sicher kein neuerliches Spitzenjahr werden, aber die Verluste durch den Lockdown im Frühjahr habe die Tourismusbranche inzwischen nahezu kompensiert.

Zinnecker und Frei machen das an mehreren Faktoren fest: Statt ausländischen kämen ganz viele deutsche Gäste, und die Aufenthaltsdauer steige erstmals seit Jahren wieder spürbar – „das heißt, die Leute bleiben länger da“. Außerdem habe sich die entscheidende Sommersaison heuer verlängert.

Touristen buchen Zimmer im Ostallgäu in Corona-Jahr bis in November hinein

„Die Buchungszeit geht bis in den November rein“, sagte Frei. Nicht nur Ferienwohnungen und Feriendörfer seien dabei aktuell noch sehr gut ausgelastet. „Auch die Ostallgäuer Hotels sind bis November voll“, berichtete Zinnecker.

„Der Tourismus ist im Ostallgäu ein enorm wichtiger Wirtschaftsfaktor“, sagte die Landrätin. Damit das so bleibe, müsse die Branche, befeuert durch Corona, aber stark umdenken. „Wir müssen den deutschen Markt noch mehr ausbauen und erschließen“, forderte sie. Zudem gelte es, mehr Aufenthaltsqualität – also auch mehr Angebote – zu schaffen, um der längeren Verweildauer von Urlaubsgästen gerecht zu werden. Ausführlicher Artikel folgt.