Tourismus im Ostallgäu

Tourismusverband Ostallgäu: "Die Betriebe sind in ihrer Existenz bedroht"

OAL Tourismus Wandern

Wie wichtig das Ostallgäu als Erholungsregion auch für die eigene Bevölkerung ist, zeigte sich nicht zuletzt während des Lockdowns. Auf Einheimische und Gäste warten hier – nicht nur im Gebirge – ein attraktives Wanderwegenetz und zahlreiche Radrouten. Unser Foto entstand bei Lechbruck.

Bild: Archivfoto: Vitalis Held

Wie wichtig das Ostallgäu als Erholungsregion auch für die eigene Bevölkerung ist, zeigte sich nicht zuletzt während des Lockdowns. Auf Einheimische und Gäste warten hier – nicht nur im Gebirge – ein attraktives Wanderwegenetz und zahlreiche Radrouten. Unser Foto entstand bei Lechbruck.

Bild: Archivfoto: Vitalis Held

Der Verband nutzt die Zwangspause, um das Ostallgäu für Ausflügler noch attraktiver zu machen. Man hofft, dass Übernachtungsbetriebe bald wieder starten können.
21.03.2021 | Stand: 12:19 Uhr

Der Tourismusverband Ostallgäu nutzt den Lockdown, um die Gastgeber und Tourismusbetriebe in der Region für die Zeit danach vorzubereiten. „Die Corona-Pandemie hat uns Herausforderungen des Tourismus deutlich aufgezeigt, die zuvor bereits vorhanden waren. Corona hat diese jedoch noch einmal verstärkt“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker als Tourismusverbandsvorsitzende. Dabei geht es beispielsweise um die Verkehrslenkung und regionale Wertschöpfung, aber auch um die Sicherung des Personals.

Corona hat den Tourismus im Ostallgäu fest im Griff und die Branche ächzt unter der Pandemie. Viele Betriebe sind in ihrer Existenz bedroht, heißt es in einer Pressemitteilung. Sebastian Gries, neuer Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ostallgäu, ist am 1. Januar als Nachfolger von Robert Frei unter schweren Voraussetzungen angetreten. Gries und sein Team arbeiten nun intensiv daran, gemeinsam mit Partnern die Tourismusstrategie des Kreises umzusetzen.

„Unser Fokus liegt künftig noch stärker auf nach innen gerichteten Entwicklungsmaßnahmen, um einen erfolgreichen Tourismus und eine hohe Lebensqualität für Einheimische zu sichern. Beides geht Hand in Hand, sagt Gris, denn eine attraktive Region komme zuallererst den Einheimischen zugute: „Das merken wir während Corona stärker als je zuvor.“

Es geht darum, Arbeitsplätze im Tourismus langfristig zu sichern

Beispielhaft für die zentralen Aufgaben in der touristischen Entwicklung des Ostallgäus nennt er verträgliche Mobilität und gezielte Lenkung von Einheimischen und Gästen, die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten in Landwirtschaft, Handel und Gastronomie sowie die langfristige Gewinnung und Sicherung von Fach- und Arbeitskräften im Tourismus.

Mit der Umsetzung des Projektes „Königlich Wandern im Schlosspark“ hat der Tourismusverband ergänzend zur ausgezeichneten Radreiseregion nun den Startschuss gegeben für ein hochattraktives Netz an Rundwanderwegen und Ortswanderrouten im Ostallgäu gemeinsam mit den örtlichen Touristikern. Zinnecker: „Durch die neuen Wanderangebote sollen sensible Räume und touristische Hotspots stärker entlastet und Gäste wie Einheimische gezielt auf attraktive Angebote auch ins nördliche Ostallgäu gelenkt werden.“

"Königlich wandern": Neues Angebot soll es schon im Sommer geben

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Das neue Angebot soll bereits in der kommenden Sommersaison von Einheimischen und Gästen erwandert werden können. Die begleitende Karte „Wandererlebnis – Königlich Wandern im Schlosspark“ ist ab April kostenfrei bei Tourismusverband und Touristinformationen im Ostallgäu erhältlich. Die ebenfalls neue und eher emotional ansprechende „Sehnsuchtskarte“ ist vor allem eine „Einladung an die Bürgerinnen und Bürger des Ostallgäus, die Schätze ihrer Heimat wieder stärker zu entdecken – auch abseits der bekannten Pfade“, sagt Gries.

Doch bis wieder Gäste auch über Nacht ins Ostallgäu kommen können, gibt es für das Team noch alle Hände voll zu tun: Mit der Allgäu GmbH und den Gemeinden des Ostallgäus setzen die Tourismusexperten alle politischen und fachlichen Hebel in Bewegung, um Tourismus schnellstmöglich wieder sicher möglich zu machen. „Gastgewerbe, Handel, Freizeitbetriebe, aber auch die vielen Kleinvermieter, die viel zu oft unerwähnt bleiben, brauchen dringend eine Perspektive“, mahnt Gries im Angesicht der Brisanz für die Branche.