Spezielle FC Bayern-Kollektion entworfen

Traditionsunternehmen Rösle aus Marktoberdorf ist offizieller Partner des FC Bayern

Der FC Bayern und das Marktoberdorfer Unternehmen sind eine Partnerschaft eingegangen. Das kleine Foto zeigt Rösle-Geschäftsführer Henning Klempp (links) und Andreas Jung, Marketingvorstand des FC Bayern, bei der Bekanntgabe der Kooperation.

Der FC Bayern und das Marktoberdorfer Unternehmen sind eine Partnerschaft eingegangen. Das kleine Foto zeigt Rösle-Geschäftsführer Henning Klempp (links) und Andreas Jung, Marketingvorstand des FC Bayern, bei der Bekanntgabe der Kooperation.

Bild: Sven Hoppe, dpa/FC Bayern München (Collage)

Der FC Bayern und das Marktoberdorfer Unternehmen sind eine Partnerschaft eingegangen. Das kleine Foto zeigt Rösle-Geschäftsführer Henning Klempp (links) und Andreas Jung, Marketingvorstand des FC Bayern, bei der Bekanntgabe der Kooperation.

Bild: Sven Hoppe, dpa/FC Bayern München (Collage)

Küchenausstatter Rösle aus Marktoberdorf ist offizieller Partner des FC Bayern. Bei welchem Thema sich die beiden ein Spielfeld teilen.
06.08.2022 | Stand: 13:18 Uhr

Letztlich hat sich der Traum vom Profi-Fußball für Henning Klempp doch noch erfüllt. Zwar kickt der Rösle-Geschäftsführer nicht selbst auf dem Rasen der Münchener Allianz-Arena. Aber das Unternehmen spielt nun auch im Fußball in der ersten Liga mit, wenn man so will. Seit Anfang des Jahres nämlich ist Rösle offizieller Partner des FC Bayern München.

FC Bayern fragte in Marktoberdorf an

Ungewöhnlich für den Beginn der Partnerschaft zwischen dem Marktoberdorfer Unternehmen und dem Fußball-Branchenprimus: Es war der FC Bayern, der auf Rösle zukam und fragte, ob denn eine Kooperation vorstellbar sei. „Ein bayerisches Traditionsunternehmen und ein bayerischer Verein mit Tradition – das würde doch gut passen. Ob wir dazu Lust hätten?, so erinnert sich Klempp an den anfänglichen Kontakt. Ein Selbstläufer war das Ganze jedoch nicht – auch wenn wohl so mancher Bayern-Fan bei Rösle am liebsten sofort zugesagt hätte. „So ein Angebot muss man ohne Emotionen und rein kaufmännisch betrachten“, sagt Klempp.

Das Ziel: Bekanntheit steigern

Letztlich kam man im Unternehmen zu dem Schluss: Die Chancen sind größer als die Risiken. „Die Themen Fußball und Grillen passen sehr gut zusammen. Die gegrillte Stadionwurst ist ja auch ein Fan-Klassiker“, sagt Klempp. Der FC Bayern ist mit seinen über 290.000 Vereinsmitgliedern der mitgliederstärkste Sportverein der Welt – und hat somit auch weltweit seine Anhänger. Für Klempp bedeutet das zweierlei. „Die Partnerschaft verhilft uns zu weiterer Strahlkraft und kann den Bekanntheitsgrad unserer Marke steigern.“ Seit Januar zählt Rösle somit zu den insgesamt 29 Partnern des FC Bayern. Bei der offiziellen Bekanntgabe der Kooperation sagte Andreas Jung, Marketingvorstand des FCB: „Grillen und Fußball – das gehört bei vielen Menschen zusammen, da teilen wir uns ein Spielfeld, weil sich beide Leidenschaften leicht verbinden lassen.“

Spezielle FC Bayern-Kollektion entworfen

In Absprache mit dem FC Bayern entwarf Rösle eine 16-teilige spezielle Bayern-Grillkollektion – von der Grillzange bis zur großen Gasgrill BBQ-Station. Die Produkte sind seit April unter anderem in den FC Bayern-Shops erhältlich. Zudem hat Rösle auch eigene Ausstellungsstände entworfen, mit denen bundesweit an 50 Verkaufstellen das Grillsortiment beworben wird. Das Ganze hat sich Rösle Geld kosten lassen und „einiges investiert“, wie Klempp sagt. Wie hoch das finanzielle Engagement für die Bayern-Partnerschaft insgesamt ist, darüber breitet man bei Rösle Stillschweigen. Und ob sich die Partnerschaft auszahlt? Das werden die Verkaufszahlen am Ende der Grill-Saison zeigen.

Rösle ist auf Grillsektor überproportional gewachsen

Bekannt geworden ist Rösle mit seinen Küchenwerkzeugen und -helfern aus Edelstahl. Seit zehn Jahren bespielt das Unternehmen nun auch den Grillsektor mit Gas- und Holzkohlegrills sowie Grill-Zubehör. Wie andere Hersteller auch, profitierte Rösle von dem durch Corona ausgelösten Boom: Restaurants geschlossen, Lockdown? Für viele Menschen war das Grillen zu Hause die Antwort auf viele Fragen der Corona-Pandemie. „Wir sind in den vergangenen beiden Jahren überproportional gewachsen und haben im Bereich Grillen ein gutes Level erreicht. Da hat die Pandemie stark geholfen.“, sagt Klempp. Zu Weber Grill, mit einem Weltmarktanteil von fast 25 Prozent führender Hersteller von Premiumgrills, ist die Lücke noch groß. „Doch“, sagt der Rösle-Geschäftsführer, „die merken jetzt auch, dass wir da sind.“

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Laut GfK-Marktforschung war 2020 das „umsatzstärkste Jahr für Grillgeräte“. Gleichwohl ist Klempp davon überzeugt, dass „der Markt noch lange nicht gesättigt ist“. Grillen sei ein absolutes Trend-Thema. Zumal es eine Tendenz gebe, weg von den Kohlegrills hin zu den höherpreisigen Gasgeräten. „Die Küche verlagert sich immer in den Garten“, sagt Klempp. Die Kunden wollten dann nicht erst lange Kohlen anheizen, sondern „es muss schnell gehen“.

Eine Koch- und Grillschule in Marktoberdorf

Den Kundenwünschen will Rösle auch mit seinem Neubau Rechnung tragen. 16 Millionen Euro investiert Rösle in den Bau seines neuen Logistikzentrum samt 400 Quadratmeter großer Koch- und Grillschule. Nach der Eröffnung (geplant im Herbst 2023) will Rösle dort Kurse anbieten für Hobby-Köche und -Griller. „Wir wollen den Menschen zeigen: Grillen kann viel mehr sein, als nur Würste und Fleisch auf den Rost zu legen“, sagt Klempp.

Ob der Rösle-Chef zum Saison-Start der Bundesliga selbst zu Hause am Grill steht, ließ sich zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht sagen. Man darf aber davon ausgehen, dass Klempp das Spiel des FC Bayern in Frankfurt verfolgt. Klempp schaffte es selbst als Fußballer (mit dem SV Treschklingen) immerhin in die Landesliga. Mit Rösle spielt er jetzt in der (Fußball-)Bundesliga.