Gemeinderat

Unerwünschtes Pyrolager, kaputtes Schuldach: Viele Baustellen auf einmal in der Gemeinde Wald

Auch der Dorfladen war im Gemeinderat Wald nun erneut Thema.

Auch der Dorfladen war im Gemeinderat Wald nun erneut Thema.

Bild: Heinz Budjarek

Auch der Dorfladen war im Gemeinderat Wald nun erneut Thema.

Bild: Heinz Budjarek

Bürgermeisterin berichtet im Gemeinderat Wald (Ostallgäu) über Pyrolager und weitere heiße Themen. Wie es mit dem Dorfladen und dem Breitbandausbau vorangeht.
17.07.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Der Baufortschritt am Dorfladen in Wald liegt im Zeitplan, teilte Bürgermeisterin Johanna Purschke dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung mit. Der Breitbandausbau steht in der Ostallgäuer Gemeinde kurz vor dem Abschluss und auch die Schulsanierung schreitet fort. In Sachen Errichtung eines Pyrotechniklagers berichtete Dr. Peter Heigl von der Bürgerinitiative über den Sachstand.

Im Walder Dorfladen sind die neuen Fenster bereits eingebaut

Die neuen Fenster sind am Dorfladen bereits eingebaut, berichtete die Bürgermeisterin. Innen ist als nächstes der Estrich dran, damit der Installateur arbeiten und danach gefliest werden kann. Wenn dann noch die neuen Türen für den Technikraum und den Personaleingang gesetzt sind, können die Waren in den Neubau umgeräumt werden für den Zwischenverkauf, bis auch die alten Räume umgestaltet sind. Sichtbar ist auch bereits der Platz für die neue Eingangstüre. Wenn sie gesetzt ist, kann das Dach über dem bisherigen Eingang weg und die Fassade umgestaltet werden.

Der Breitbandausbau in Wald geht gut voran

Mit dem Breitbandausbau sei in derselben Woche wie mit dem Umbau des Dorfladens begonnen worden, sagte Purschke. Wenn alles gut laufe, könnten die Arbeiten diese Woche abgeschlossen werden. Es werde gut, sauber und schnell gearbeitet.

Poröse Dachziegel auf dem Schulhaus

Nachdem am Schulhaus das Gerüst aufgebaut sei, habe der Bauausschuss das Haus bis aufs Dach genau inspiziert. Dabei sei festgestellt worden, dass auf der Ostseite die Dachplatten so porös sind, dass sie praktisch zerbröseln. Sie müssen ausgetauscht werden. Bei diesem Austausch müsse geprüft werden, ob die Dachlatten darunter nicht auch ausgetauscht werden müssen. Unterhalb des Sockels auf der Süd- und Nordseite des Gebäudes kamen Bruchsteine zutage, die verputzt werden mussten. Purschke erläuterte auch die weiteren Arbeiten, bevor sie die bei einer weiteren Ortseinsicht festgelegten Farbgebungen der Fassade in Bildern vorstellte. Aus dem Gemeinderat kamen hierzu keine Einwendungen. Auf eine Abstimmung hierzu wurde verzichtet.

Kaputte Dachziegel (Symbolbild) wurden jetzt am Schulhaus in Wald entdeckt.
Kaputte Dachziegel (Symbolbild) wurden jetzt am Schulhaus in Wald entdeckt.
Bild: Bernhard Weizenegger

Pyrolager: Bei der Petition steht der Ortstermin noch aus

Zur geplanten Errichtung eines Pyrotechniklagers in der Nähe der gemeindlichen Wasserschutzzone in Wald-Kaufmanns erinnerte die Bürgermeisterin daran, dass der Gemeinderat diesem Bauplan das gemeindliche Einvernehmen versagt hat. Am selben Abend habe sich auch eine Bürgerinitiative gegen das Bauvorhaben gegründet und Dr. Peter Heigl zu deren Sprecher ernannt. In kurzer Zeit sei eine Petition mit über tausend Unterschriften auf die Beine gestellt und eingereicht worden. Das ganze Dorf wehre sich gegen dieses Bauvorhaben.

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Als Sprecher der Bürgerinitiative gab Dr. Heigl einen kurzen Abriss über die bisherige Arbeit der Bürgerinitiative (wir berichteten). Das Wasserwirtschaftsamt Kempten halte den Bau für zulässig, weil er außerhalb des Walder Wasserschutzgebietes zu stehen komme. Doch seien die sich im Winter mit Wasser füllenden Toteislöcher neben dem geplanten Bau unterirdisch über das Grundwasser mit dem Wasserschutzgebiet verbunden.

Der vorhandene Wirtschaftsweg habe an keiner Stelle die notwendigen drei Meter Breite. Er werde zudem gern und viel als Wanderweg und für Kutschenfahrten für Feriengäste genutzt. Da sei für Gefahrguttransporte kein Platz. Doch soll nun laut Heigl abgewartet werden, bis die eingereichte Petition entschieden wird. Hierfür sei bereits ein Ortstermin angekündigt worden.

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