Jahreswechsel

Von Umsatzsteuer bis Mindestlohn: Was sich für Ostallgäuer Unternehmen jetzt ändert

Für Unternehmen in der Region hat sich mit dem Jahreswechsel Einiges geändert. Die IHK klärt darüber auf.

Für Unternehmen in der Region hat sich mit dem Jahreswechsel Einiges geändert. Die IHK klärt darüber auf.

Bild: Lienert/Becker

Für Unternehmen in der Region hat sich mit dem Jahreswechsel Einiges geändert. Die IHK klärt darüber auf.

Bild: Lienert/Becker

Das Jahr 2021 bringt auch für Ostallgäuer Unternehmer zahlreiche Neuerungen mit sich. Die IHK klärt auf.
04.01.2021 | Stand: 17:22 Uhr

Das neue Jahr bringt viele Änderungen für Unternehmen mit sich. Experten der IHK fassen zusammen, auf was sich Ostallgäuer Unternehmer und ihre Mitarbeiter einstellen müssen.

Umsatzsteuer: Seit Juli konnten die Verbraucher von niedrigeren Umsatzsteuersätzen profitieren. Die auf ein halbes Jahr befristete Senkung der Mehrwertsteuersätze von 19 auf 16 Prozent und von 7 auf 5 Prozent war Teil des Konjunkturprogramms der Bundesregierung. Seit 1. Januar gelten wieder die bisherigen Sätze. Doch wann wird der jeweilige Steuersatz angewendet? „Entscheidend ist nicht der Zeitpunkt der Rechnungsstellung, sondern die Frage, wann die Ware geliefert oder die Leistung erbracht wird“, sagt Heide Becker, Leiterin des Beratungszentrums Recht und Betriebswirtschaft der IHK.

Boni und Homeoffice-Pauschale: Viele Firmen leisten wegen der außerordentlichen Belastung in der Corona-Zeit eine Sonderzahlung an ihre Mitarbeiter. Arbeitgeber können solche Sonderzahlungen von bis zu 1500 Euro steuerfrei zahlen. Die ursprünglich bis Jahresende geltende Frist wurde bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Neu ist die befristete Einführung einer Home-Office-Pauschale.

Mehr Geld im Niedriglohnsektor: Der Mindestlohn in Deutschland stieg zum 1. Januar von 9,35 Euro auf 9,50 Euro pro Stunde. Ab Juli 2021 gilt ein Mindestlohn von 9,60 Euro pro Stunde. „Auch Auszubildende profitieren“, sagt Heide Becker. Sie erhalten künftig mindestens 550 Euro pro Monat im ersten Ausbildungsjahr.

Höhere Energie- und Spritkosten: Seit 1. Januar greift die bereits 2019 beschlossene CO2-Bepreisung. „Damit soll ein finanzieller Anreiz gesetzt werden, Treibhausgasemissionen zu reduzieren“, sagt Nina Reitsam, Geschäftsfeldleiterin Industrie und Innovation bei der IHK.

Stromerzeugung: Eine Änderung gibt es für die Betreiber von Anlagen zur Erzeugung von Strom – und zwar egal, ob es sich um ein Großkraftwerk oder eine Mini-Fotovoltaikanlage handelt. Sie alle müssen ihre Anlage bis zum 31. Januar 2021 im Marktstammdatenregister eintragen. Nur dann erhalten sie weiterhin staatliche Zuschüsse.

Krankmeldung: Arbeitnehmer, die sich krankmelden, benötigten bislang den „gelben Schein“ in dreifacher Ausfertigung: für Arbeitgeber, Krankenkasse und den Patienten selbst. „Das Prozedere wird Schritt für Schritt vereinfacht“, sagt Heide Becker. Künftig soll es die Bescheinigung nur noch digital geben.